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Rostock Glawe zu Tourismus 2019: Wachstum durch Internationalisierung
Mecklenburg Rostock Glawe zu Tourismus 2019: Wachstum durch Internationalisierung
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14:35 28.12.2018
Eine Frau sitzt bei sonnigem Wetter am Ostseestrand im Seebad Warnemünde. Quelle: Hormann/dpa
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Schwerin

Nach einem für die Tourismusbranche hervorragend verlaufenem Jahr erwartet Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) auch für 2019 weiteres Wachstum. Ein Träger dieses Wachstums sei die Internationalisierung, sagte Glawe am Freitag in Schwerin. Die weltweit größte Reisemesse ITB im März habe gezeigt, wie wichtig es ist, dass Mecklenburg-Vorpommern international auf seine touristischen Vorzüge aufmerksam macht. Intensives Marketing sei ein wichtiges Element, um im nationalen und vor allem im internationalen Wettbewerb besser mithalten zu können. Bis September lag der Anteil der Übernachtungen von Ausländern bei rund 3,6 Prozent. In Deutschland lag der Anteil in den vergangenen Jahren im Schnitt bei 18 Prozent.

Dank des fast durchgehend von Sonne geprägten Sommers wird der Nordosten 2018 voraussichtlich ein Übernachtungsrekord verzeichnen können. Der bisherige Rekord kommt mit 30,3 Millionen aus dem Jahr 2016.

Besondere Hoffnungen sieht Glawe in der Ausrichtung des Deutschen Tourismustags 2019 und des Germany Travel Mart (GTM) 2020 in Rostock. Dabei treffen deutsche Anbieter mit den entscheidenden Einkäufern der internationalen Reisebranche zusammen. „Mit allen Veranstaltungen setzen wir klar auf mehr Überregionalität.“ Die Unternehmen und Anbieter stünden in einem sich rasant verändernden Marktumfeld.

Allerdings müsse die Erreichbarkeit der touristischen Angebote verbessert werden. Zu einem guten Aufenthalt gehöre für die Touristen auch eine gute An- und Abreise. Das sei in saisonalen Stoßzeiten eine Herausforderung. „Darüber hinaus machen sich auch internationale Entwicklungen bemerkbar“, sagte Glawe. Im Zuge des Brexits stellt die britische Fluggesellschaft BMI Regional ihre Verbindung vom Flughafen Rostock-Laage nach Stuttgart ein.

Gleichzeitig begrüßte er die Umsetzung des kurkartengestützten öffentlichen Personennahverkehrs. Seit Anfang April gibt es die kurkartenfinanzierte Gästekarte „Müritz rundum“. Damit ließe sich ohne Auto die Region erkunden. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte habe hier eine Vorreiterrolle übernommen. Gäste in Waren, Klink, Röbel und Rechlin erhalten nach Zahlung der Kurabgabe diese Gästekarte.

Joachim Mangler