Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock „Global Dream“ erfolgreich ausgedockt
Mecklenburg Rostock „Global Dream“ erfolgreich ausgedockt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:04 22.11.2019
Die „Global Dream“ beim Ausdocken Quelle: Alexander Müller
Anzeige
Rostock

Der Koloss ist ausgedockt. Gut neun Stunden hat es gedauert, die 216 Meter lange „Global Dream“ vom Warnemünder Baudock in die Warnow zu ziehen. Fast 2000 Arbeiter haben zuletzt an dem Mittelstück des größten jemals ins Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffs gearbeitet. Rund zehn Millionen Arbeitsstunden stecken in dem Projekt.

 

Beim Ausdocken ist es auf der Warnemünder Werft sehr viel ruhiger zugegangen: Nur gut 100 Mitarbeiter durften auf dem Gelände unterwegs sein – um den schwierigen Prozess nicht zu stören. Der begann gegen 8 Uhr. Zunächst wurde das Mittelschiff mit Stahlseilen und Winden vom Baudock weggezogen – ganz langsam, nur etwa einen Meter pro Minute. Das letzte Stück des Herausziehens haben fünf Schlepper übernommen. Zwischendurch kam es mehrfach zu Stopps, um den Koloss in die richtige Position zu bringen und die Stahlseile umzuspannen.

Werftchef ist zufrieden

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung unserer Kollegen und Partner bei diesem gigantischen Projekt“, bekräftigt MV-Werften-Chef Peter Fetten. Er hat am späten Nachmittag freudestrahlend die Werft verlassen – während draußen auf der Warnow die „Global Dream“ in Fahrtrichtung der Molen gedreht und beleuchtet wurde. Laut Projektleiter Tomas Marutz sei es das erste Mal, dass eine so große Sektion ausgeschwommen werde. „Man muss Ehrfurcht und Respekt haben, aber keine Angst“, erklärt er.

Bilder vom Ausdocken des Mittelschiffs der „Global Dream“ in Rostock

Die Wasserschutzpolizei sorgte mit drei Booten für die Sicherheit auf der Warnow: Die Fähren kamen problemlos durch. „Das Absperren ist für uns Alltag. Wir machen das auch bei der Hanse Sail, der Warnemünder Woche und großen Kreuzfahrtschiffen“, sagt Bootsführer Frank Schmoll.

Sonnabend im Wismarer Hafen

Am Sonnabend gegen 15 Uhr wird der 55 000 Tonnen schwere Koloss in Wismar erwartet. Rund sieben Stunden soll seine Reise entlang der Ostseeküste dauern. Bereits am frühen Morgen soll die „Global Dream“ vor der Insel Poel in der Wismarbucht sein. Ein Schlepper zieht ihn mit knapp vier Kilometern pro Stunde über das Wasser. Vier weitere Schlepper sind mit dabei – und geben auch beim Eindocken in der Wismarer Werfthalle Unterstützung. Am Hauptsitz von MV Werften sollen der vordere und hintere Teil angebaut und das Schiff ausgerüstet werden. Das Achterschiff ist dort bereits bis unters Hallendach gewachsen.

342 Meter lang und 46 Meter breit wird das Kreuzfahrtschiff am Ende sein, 2021 soll es in See stechen. Die rund 1,5 Milliarden Euro teure „Global Dream“ ist für den asiatischen Markt konzipiert und kann bis zu 9500 Passagiere sowie 2200 Crewmitglieder aufnehmen. Die Schiffskabinen werden in Wismar gefertigt.

Für die Werftarbeiter in Warnemünde gibt es nur ein langes Wochenende. Das zweite Global-Class-Schiff ist in Warnemünde wie auch an den Standorten in Wismar und Stralsund bereits in Arbeit. Am 9. Dezember werde es in Warnemünde auf Kiel gelegt, kündigt Sprunk an.

Alles zur „Global Dream“

Mehr zum größten Kreuzfahrtschiff der Welt lesen Sie hier:

Von Kerstin Schröder und Michaela Krohn

Innenminister Lorenz Caffier hat Fördermittelzusagen für Projekte in Papendorf überbracht. 1,7 Millionen Euro für den Bau der Schulsporthalle und 133 000 Euro für ein neues Löschfahrzeug.

22.11.2019

Sowohl der Ortsbeirat in Warnemünde als auch jener in Markgrafenheide haben die Möglichkeiten des städtischen Jahresbudgets nicht ausschöpfen können. Alexander Prechtel sieht die Stadt in Verantwortung.

22.11.2019

Während er der Schiffskörper des künftig größten Kreuzfahrtschiffes der Welt in Warnemünde ausgedockt wird, sorgt die Polizei für Sicherheit auf der Warnow vor der Werfthalle.

22.11.2019