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Rostock Griffins begeistern 4500 Zuschauer
Mecklenburg Rostock Griffins begeistern 4500 Zuschauer
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00:24 28.05.2018
Erstmals liefen die Rostock Griffins im Ostseestadion auf. Bei der Premiere gab es einen 20:3-Erfolg gegen die Berlin Adler. Quelle: Foto: Gunnar Rosenow
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Rostock

Pure Gänsehaut-Atmosphäre herrschte am Sonnabend im Ostseestadion. 4500 Zuschauer spendeten minutenlang stehende Ovationen. Die Spieler der Rostock Griffins stimmten die La Ola-Welle an, präsentierten den begeisterten Fans die Sieger-Säge. Es war der krönende Abschluss eines emotionsgeladenen Spiels in der German Football League II, der zweithöchsten Spielklasse der amerikanischen Sportart. Mit 20:3 (13:3) gewannen die Ostseestädter vor der Rekordkulisse gegen den früheren Deutschen Meister und Eurobowl-Champion Berlin Adler. Es war das erste Spiel der Greifen im Ostseestadion, der Heimstätte des FC Hansa Rostock.

Teamkapitän Christian Moddelmog war begeistert über den Höhepunkt seiner bisherigen Spielerlaufbahn. „Es war ein unbeschreibliches Gefühl, im Ostseestadion zu spielen. Davon haben wir immer geträumt.

Ich werde das niemals vergessen“, schwärmte der Rostocker. Moddelmogs Gefühle stehen stellvertretend für die seiner Teamkollegen. Denn außer den vier Amerikanern kommen alle Spieler aus Rostock und der Umgebung.

Ihr Trainer Christopher Kuhfeldt freute sich über dieses Highlight und den erfolgreichen Ausgang der Partie. An seine Spieler richtete der Sportwissenschaftler eine klare Botschaft. „Rostock hat gezeigt, dass es Football geil findet. Der Ball liegt nun wieder bei uns. Wir sind jetzt dafür verantwortlich, dass so etwas vielleicht mehrmals im Jahr zustande kommen kann. Das müssen wir uns mit erfolgreichen Spielen erarbeiten.“

Karsten Pannwitt von der Ospa, dem Hauptsponsor der Griffins, war zufrieden mit dem Football- Event. „Es war einfach super. Wir haben gesehen, was möglich ist, wenn man gemeinsam in dieser Stadt etwas anpackt und über die eigene Sportart hinaus etwas auf die Beine stellt“, freute sich das Vorstandsmitglied der Sparkasse.

Die Ospa war bei der Vorbereitung des Saisonhöhepunktes der Griffins federführend, unterstützte die Ostseestädter vor allem finanziell. Pannwitts Aussage galt vor allem den Verantwortlichen von Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock, die das Stadion zur Verfügung stellten. Vorstandschef Robert Marien, der sich das Spiel von der Tribüne aus ansah, war angetan von der tollen Stimmung im Stadion. „Ich bin positiv überrascht. Die Atmosphäre war sehr schön und friedlich. Es war ein tolles Event für die ganze Familie. Das schreit nach einer Wiederholung“, meinte der Hansa- Chef mit einem Lächeln im Gesicht und konkretisierte seine Gedanken. „Wir werden das Spiel und das Drumherum analysieren und dann schauen, was für die Zukunft möglich ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir auch im kommenden Jahr in unserer Saisonpause wieder ein Football-Spiel im Ostseestadion sehen können“, blickt Marien voraus.

Rund um das Stadion herrschte schon vor dem Spiel eine ausgelassene Stimmung. Auf dem Vorplatz der Westtribüne boten die Griffins vor allem den jungen Besuchern ein vielseitiges Programm. Neben Kinderanimation und einer Hüpfburg gab es Mit-mach-Stationen rund um den Football – ein Fest für die ganze Familie. Direkt vor dem Spiel zelebrierte die Sängerin Jacqueline Boulanger die amerikanische und die deutsche Nationalhymne.

In der Halbzeitpause lieferten sich die beiden ehemaligen Hansa-Torhüter Martin Pieckenhagen und Jörg Hahnel ein Fieldgoal-Duell. Beiden trennten sich unentschieden und erkickten 2100 Euro. Dieser Betrag kommt der Hansetour Sonnenschein zugute, die Spenden für krebskranke Kinder sammelt. Popsänger Sebastian Hämer und Rapper Keas sorgten für die Pausenunterhaltungen.

Nach dem aufregenden Spiel haben die Griffins nun zwei Wochen Pause. Erst am 10. Juni treffen die Ostseestädter auswärts auf die Paderporn Dolphins. Das nächste Heimspiel, dann wieder im Leichtathletikstadion, ist am 23. Juni gegen die Langenfeld Longhorns.

Statistik

German Football League II,

Staffel Nord

Rostock Griffins - Berlin Adler 20:3

Solingen Pal. - Paderborn Dol. 42:17

Elmshorn Pir. - Lübeck Cougars 63:28

1.

Düsseldorf Panther

4

113:28

8:0

2.

Elmshorn Pirates

5

236:148

8:2

3.

Rostock Griffins

5

133:125

6:4

4.

Solingen Palad.

4

115:100

4:4

5.

Lübeck Cougars

4

82:118

4:4

6.

Langenfeld Longh.

3

62:71

2:4

7.

Paderborn Dolph.

5

69:129

2:8

8.

Berlin Adler

4

67:158

0:8

René Warning

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie ins Ostseestadion eingelaufen sind? Ich habe versucht, die unglaubliche Atmosphäre aufzusaugen und es einfach zu genießen.

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