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Rostock Großbrand in Rostock-Lichtenhagen: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung
Mecklenburg Rostock

Großbrand in Rostock-Lichtenhagen: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

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17:05 11.01.2022
Ein Doppelcarport, zwei Autos und zwei Häuser sind am frühen Dienstagmorgen verbrannt.
Ein Doppelcarport, zwei Autos und zwei Häuser sind am frühen Dienstagmorgen verbrannt. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Ein Großfeuer im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen ist am frühen Dienstagmorgen ausgebrochen. Zwei Autos, ein Doppelcarport und zwei Einfamilienhäuser brannten vollständig ab. Die Polizei fahndet nach Brandstiftern.

Wie die Polizei mitteilte, nahmen mehrere Augenzeugen gegen 2.25 Uhr in der Schleswiger Straße meterhohe Flammen in der Nachbarschaft wahr und wählten umgehend den Notruf von Polizei und Feuerwehr.

Als die ersten Kräfte eintrafen, brannte ein zwischen zwei Einfamilienhäusern stehender Doppelcarport mit zwei Autos lichterloh. Es dauerte nur wenige Minuten, ehe auch beide Häuser Feuer fingen. Die Flammen hatten zu schnell übergegriffen.

Die Bewohner der Häuser, insgesamt drei Personen, konnten unverletzt befreit werden. Inzwischen waren mehrere Feuerwehrfahrzeuge an der Einsatzstelle eingetroffen. Die Schwierigkeit war jedoch, dass die Straße in dem betreffenden Bereich sehr eng war. So brachte man eine Drehleiter in Stellung und löschte von dort aus. Andere Feuerwehrleute umstellten die beiden Häuser und löschten aus allen zur Verfügung stehenden Schläuchen.

Gebäude werden von Feuer komplett zerstört

Trotz des stundenlangen Kampfes gegen den Brand konnte nicht verhindert werden, dass der Carport, beide Autos und beide Einfamilienhäuser vollständig verbrannten. Einer der Dachstühle stürzte sogar noch ein, was eine weitere Gefahr für die Einsatzkräfte darstellte. Insgesamt waren rund 60 Feuerwehrleute von nahezu allen Wachen der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz.

Ein Carport, Autos und zwei Wohnhäuser sind am frühen Dienstagmorgen im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen vollständig verbrannt.

Eine Stunde vor diesem Einsatz brannte es in einem Mehrfamilienhaus in der Mecklenburger Allee, dort hatten Unbekannte Zeitungen und Wäsche in Brand gesetzt. Hier konnte durch das zügige Eingreifen jedoch Schlimmeres verhindert werden.

In beiden Fällen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Der Schaden im Fall des Feuers in der Schleswiger Straße liegt im Millionenbereich.

Von Stefan Tretropp/RND