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Rostock „Grünes Licht“ für die neuen Straßenbahnen
Mecklenburg Rostock „Grünes Licht“ für die neuen Straßenbahnen
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10:28 21.06.2014
Die neue Straßenbahn hat ihre Zulassung erhalten: Ab Ende Juli startet sie im Regelbetrieb auf der Linie 1. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

„Fahrschule“ steht in fetten orangen Lettern auf der Anzeigetafel. Das ist neu – und vor allem ist das die beste Nachricht seit Wochen für den Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), Michael Schroeder: Die Probleme mit den neuen, insgesamt fast 37,6 Millionen Euro teuren Straßenbahnen für Rostock sind behoben. „Jetzt können wir endlich die Fahrer auf neuen Bahnen ausbilden“, sagt der technische Chef der Straßenbahn AG. Und das soll schnell gehen: Denn bereits Ende Juli sollen die ersten Trams vom Typ „6N2“ auf der Linie 1 zum Einsatz kommen.

Insgesamt 13 Bahnen hat die RSAG beim deutsch-spanischen Konzern Vossloh Kiepe geordert. Stückpreis: rund 2,8 Millionen Euro. Gefertigt werden die neuen Fahrzeuge in Valencia. „Vier Bahnen sind bereits ausgeliefert worden, kommenden Freitag wird die fünfte in Rostock ankommen“, verrät Projektleiter Klaus Albrecht.

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„Noch vor Weihnachten sollen dann alle 13 Wagen auf den Gleisen der Hansestadt unterwegs sein.“ Bis dahin war es aber ein schwieriger Weg. Bei den ersten Testfahrten mit der Bahn 601 – dem Prototypen für Rostock – entdeckten die Fachleute Störungen. Elektro-magnetische Impulse. „Die lagen klar über den zulässigen Grenzwerten“, sagt Albrecht. Für Menschen seien die magnetischen Felder völlig harmlos – nicht aber für die empfindliche Sicherheitstechnik an den Gleisen.

Stufen und Podeste gibt es bei den neuen Straßenbahnen nicht mehr – „ideal für Senioren mit Rollator, für Rollstuhlfahrer und auch für Familien mit Kinderwagen“, so Albrecht. Zudem bieten die Sitze mehr Platz: „Unten ist die Bahn 2,30 Meter breit – damit sie an alle Bahnsteige passt. Nach oben hin wird sie aber breiter.“ Und weniger Energie verbraucht die Baureihe „6N2“ auch noch: „Die Energie, die beim Bremsen entsteht, wird gespeichert und wieder für das Anfahren genutzt.“


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Andreas Meyer