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Rostock Hansa gab Spiel in fünf Minuten aus der Hand
Mecklenburg Rostock Hansa gab Spiel in fünf Minuten aus der Hand
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12:34 01.11.2015
Der FC Hansa Rostock verlor am Freitag in Baden-Württemberg gegen den VfB Stuttgart II. Quelle: Lutz Bongarts
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Stuttgart

Wieder einmal hat sich der FC Hansa für ein eigentlich gutes Spiel nicht belohnt. Im Kellerduell beim Tabellenvorletzten VfB Stuttgart II gingen die Rostocker am Freitagabend trotz Überlegenheit und klarer Torchancen leer aus und unterlagen nach eigener Führung noch 1:3 (0:0). Damit blieben sie bereits im elften Spiel in Folge sieglos.

Nach einer umkämpften und intensiven Anfangsviertelstunde bekamen die Gäste das Spiel immer besser unter Kontrolle. In der 23.Minute hatte Stephan Andrist eine „Hundertprozentige“. Von Michael Gardawski schön bedient, tauchte der Schweizer im Strafraum auf. Seinen Schuss aus 12 Metern konnte VfB-Torhüter Benjamin Uphoff jedoch parieren. Die Rostocker ließen aber nicht locker, kamen mit schönen Kombinationen immer wieder gefährlich vor das Tor der Schwaben. Gardawski mit einem Schuss aus spitzem Winkel (35.) war allerdings ebenso erfolglos wie Marco Kofler, der erst weit übers Tor zielte (39.) und dessen Schuss aus fünf Metern (41.) zur Ecke abgeblockt wurde.

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Kurios: In der 37. Minute unterbrach Schiedsrichterin Riem Hussein kurzzeitig die Partie. Im Block der rund 800 Hansa-Fans wurden Kommandos auf einer Schiedsrichter-Pfeife gegeben, die ihrer eigenen sehr ähnlich war. Im spärlich besetzten Gazi-Stadion fühlte sich die Unparteiische aus Goslar, die erst seit dieser Saison in der 3.Liga pfeift und zum ersten Mal ein Hansa-Spiel leitete,offenbar irritiert.

In der zweiten Halbzeit machten die Hanseaten weiter Druck und wurden zunächst belohnt: Stephan Andrist drosch den Ball im Nachsetzen in die Maschen, nachdem Benyamina zuvor die Latte getroffen hatte (59.). Doch die Freude währte nicht lange. Gleich nach Wiederanpfiff wehrte Christian Dorda im Strafraum einen Schuss unglücklich mit der Hand ab - Elfmeter. Borys Tashchy ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht entgehen (62.). Und es kam noch schlimmer. Nur fünf Minuten später versenkte Stephen Sama den Ball freistehend nach einem Freistoß als Aufsetzter zum 2:1. Die Rostocker setzten zwar noch einmal alles auf eine Karte, mussten aber nach einem Konter in der Nachspielzeit sogar noch das 1:3 hinnehmen. Am Wochenende droht ihnen nun sogar der Absturz auf den letzten Tabellenplatz.

Stuttgart II: Uphoff – Mwene, Peric, Sama, Zimmermann – Kiesewetter, Rathgeb (90.+2 Vier), Besuschkow (63. Grüttner), Wanitzek – Tashchy (87. Gabriele), Elva.

Hansa: Schuhen, Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda (86. Ülker) – Gottschling, Kofler (68. Lukowicz), Ikeng, Andrist – Gardawski, Benyamina (77. Perstaller).

Tore: 0:1 Andrist (59.), 1:1 Tashchy (62., Handelfmeter), 2:1 Sama (67.), 3:1 Kiesewetter (90.+3).



OZ