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Rostock Hansemesse wird wieder Notunterkunft
Mecklenburg Rostock Hansemesse wird wieder Notunterkunft
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10:40 07.11.2015
Bereits Mitte September war die Hansemesse kurzfristig als Notunterkunft genutzt worden. Nun sollen demnächst wieder Flüchtlinge einziehen.
Bereits Mitte September war die Hansemesse kurzfristig als Notunterkunft genutzt worden. Nun sollen demnächst wieder Flüchtlinge einziehen. Quelle: Frank Söllner
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Rostock

Das Rostocker Rathaus bereitet sich darauf vor, immer mehr Flüchtlinge in der Hansestadt aufzunehmen: Ab dem 14. November soll deshalb auch wieder die Hansemesse in Schmarl als Notunterkunft genutzt werden. Bis zu 1200 Geflüchtete könnten dort untergebracht werden.

Die Messe- und Stadthallen-Gesellschaft hat dem Rathaus ihre Halle angeboten: „Sobald die ,Gastro’-Messe abgebaut ist, steht die Halle bis Anfang Dezember leer. Wir haben der Stadt deshalb unsere Hilfe angeboten“, so Stadthallen-Chefin Petra Burmeister. Bis zum 7. Dezember, dann wird die Halle wieder für Veranstaltungen gebraucht. „Unsere Intention ist es, die Stadt zu entlasten – und den Helfern vielleicht etwas Luft zum Durchatmen zu verschaffen. Ein großer Standort ist in puncto Versorgung leichter zu händeln als viele kleine“, so Burmeister. Senator Bockhahn begrüßt das Angebot sehr: „Dann können wir vielleicht die eine oder andere Turnhalle auch wieder für den Schul- und den Vereinssport zur Verfügung stellen. Das wäre wichtig.“

Das Angebot der Stadthallen-Chefin kommt zum richtigen Zeitpunkt: In Rostock wächst nach Nachrichten aus Schweden die Sorge, dass das Königreich bald seine Grenzen für Flüchtlinge schließen könnte. Am Freitag hatte Schweden bereits bei der EU-Kommission beantragt, Flüchtlinge an andere EU-Staaten weiterleiten zu dürfen.



Andreas Meyer