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Rostock Hinterbliebene der NSU-Opfer besuchen Hansestadt
Mecklenburg Rostock Hinterbliebene der NSU-Opfer besuchen Hansestadt
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07:38 28.10.2014
Mustafa Turgut und weitere Angehörige von Opfern der Mordserie der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) gedenken am Mahnmal für den in Rostock ermordeten Mehmed Turgut. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock-Toitenwinkel

Zusammen mit Hinterbliebenen der Opfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) hat die Ombudsfrau der Bundesregierung, Barbara John, am Montag Rostock besucht. An einem Tag von „höchster Emotionalität“, wie Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke) betonte, legten sie Blumen am Gedenkort für den 2004 von den Rechtsterroristen ermordeten Türken Mehmet Turgut im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel nieder. Anwesend waren neben Mehmets Bruder Mustafa Turgut auch Angehörige der Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße sowie Familien aus Friedberg und Hamburg. Sie sprachen Mustafa Turgut ihr Beileid aus. 

Nach dem Besuch der Gedenkstätte fand ein Stadtrundgang sowie ein Treffen im Rostocker Rathaus statt. Hans-Joachim Engster von der Ausländerbehörde stellte dabei die Bemühungen der Hansestadt heraus, die Willkommenskultur aktiv zu integrieren. Gerade in Kooperation mit dem Migrantenrat habe Rostock in den vergangenen Jahren viel erreicht. Noch nicht genug, hieß es von Ruben Cardenas vom Migrantenrat und Hikmat Al-Sabty, Landtagsabgeordneter der Linken. Sie forderten mehr Aufklärungswillen. Mecklenburg-Vorpommern habe in der NSU-Mordserie eine entscheidende Rolle gespielt, die Hintergründe müssten in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss geklärt werden. Sie baten die Ombudsfrau, sich in Berlin dafür einzusetzen.  

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OZ