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Rostock Hoch hinaus oder Mini-Schiffe: Das sind die Geheimtipps zur Hanse Sail
Mecklenburg Rostock Hoch hinaus oder Mini-Schiffe: Das sind die Geheimtipps zur Hanse Sail
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12:21 09.08.2019
Aus 80 Metern Höhe kann man im Kettenkarussell einen Blick auf die Hansesail werfen. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Es ist wieder voll an den Kaikanten von Rostock und Warnemünde. Rund eine Million Besucher schauen bis Sonntag in der Hansestadt vorbei und erfreuen sich an den Traditionsschiffen oder dem bunten Markt- und Rummeltreiben. Schwer, da den Überblick zu behalten. Die OSTSEE-ZEITUNG bietet deshalb hier einige Geheimtipps.

Für Fans des Nervenkitzels

Nicht nur die Schiffe haben ihre Fans: Auch die Fahrgeschäfte, die zur Hanse Sail aufgebaut werden, gehören zu den Besuchermagneten. In diesem Jahr geht es dabei besonders hoch hinaus – das Loopingfahrgeschäft V-Maxx gilt mit bis zu 100 Stundenkilometern als schnellstes Karussell der Sail. Und das nicht etwa am Boden, nein, die Mitfahrer werden – in Gondeln mit je acht Sitzen – in 55 Metern Höhe durch die Luft geschleudert.

Trubel auf der Bummelmeile. Für Kinder gibt es ein kleines Kettenkarussell. Quelle: Ove Arscholl

Wer Höhe mag, es aber ruhiger liebt, kann das Kettenkarussell der Gebrüder Boos ausprobieren. Mit 80 Metern an der Spitze bietet es einen beeindruckenden Ausblick über das Sail-Gelände. Den hat man auch vom Riesenrad aus, allerdings auf „nur“ 38 Metern.

Erstmals mit dabei ist der „Chaos Airport“ von Schaustellern aus Erfurt. Dort warten Wackelelemente, Spiegelkabinett und Nebelraum vor allem auf die kleineren Rummelfans.

Für Familien

Der Kabutzenhof wird in diesem Jahr zur Hanse Sail zum Ziel für Familien. Denn dort wartet die Ospa-Erlebniswelt mit Ninja-Parcours, Fußball-Darts oder einem Surf-Simulator. Der direkt benachbarte Circus Fantasia lädt passend dazu am Sonnabend und Sonntag zum Mitmachzirkus ein. Von Freitag bis Sonntag gibt es auch im offenen Marinestützpunkt in Hohe Düne kinderfreundliche Programmpunkte. Von dort aus werden auch Hubschrauberrundflüge angeboten.

Auf der Hansesail sind die Piraten los. Quelle: LZ-FOTOGRAFIE

Im Piratendorf gegenüber der Haedge-Halbinsel können die kleinen Besucher Piratenkämpfe bestaunen und sich im Armbrustschießen ausprobieren.

Für Sammler und Souvenirjäger

Souvenirs von A wie „Anstecker“ bis Z wie „Zippo“ – es gibt rund 40 verschiedene Fanartikel zur Hanse Sail. Die werden an einem eigenen Stand auf der Haedge-Halbinsel in der Nähe der beiden blauen Kräne verkauft. Genau dort stehen auch die Mitglieder des Rostocker Briefmarkensammlervereins Hansephil. An deren Stand gibt es – anlässlich des diesjährigen Universitätsjubiläums – auch besondere Wertzeichen von Personen, die mit der Geschichte der Rostocker Universität in Verbindung stehen. Aber auch darüber hinaus werden Liebhaber von Marken und Stempeln an diesem Stand sicher fündig.

Hanna Fiehn (21) verkauft Getränke an der Goliath-Bühne - in den neuen Hanse-Sail-Mehrweg-Bechern, die bei Sammlern begehrt sind. Quelle: OVE ARSCHOLL

Und noch etwas bekommt sicher Sammlerwert: Die Hanse Sail setzt in diesem Jahr bei den Getränken aus Umweltschutzgründen erneut auf ein Pfandsystem. Wer diese besonderen Becher, die mit Schiffsmotiven des Rostocker Grafikers Jochen Bertholdt gestaltet sind, mitnehmen möchte, kann das tun, verzichtet dafür einfach auf seine zwei Euro Pfandgeld.

Für Liebhaber von Miniaturen und Oldtimern

Der Iga-Park im Rostocker Stadtteil Schmarl bietet in diesem Jahr erstmals die sogenannte Mini-Sail vor dem Traditionsschiff. Auf dem 10 000 Quadratmeter großen Parkgelände ist ein vielfältiges Programm geplant – unter anderem mit entspannter Livemusik. Außerdem gibt es vor Ort mehr als 70 Miniatur-Schiffsmodelle zu sehen, die von Modellbauern aus ganz Deutschland präsentiert werden. Am Freitag und Samstag können die Mini-Frachter, -Segelschiffe, -Fähren oder -Wasserflugzeuge sogar von den Besuchern selbst gesteuert werden – jeweils zwischen 13 und 15 Uhr.

Bei der Mini-Sail werden kleine Schiffe zu Wasser gelassen. Quelle: Roland Piechulek

Auch einige „Kapitäne der Landstraße“ werden im Iga-Park zu finden sein und ihre amerikanischen Oldtimer präsentieren. Wer bei dem ganzen Programm Hunger bekommt, kann sich vor Ort auch über ein reichhaltiges kulinarisches Angebot freuen.

Für die Sportlichen

Das Beobachten von Schiffen reicht vielen nicht aus. Deshalb gibt es unzählige Mitsegelangebote. Selbst aktiv werden können die Besucher zum Beispiel im Iga-Park, wo der Supremesurf-Shop Stand-up-Paddling für jedermann anbietet. Industriekletterer zeigen am Traditionsschiff ihre Arbeit in großen Höhen – wer möchte, kann vor Ort selbst einen kostenlosen Schnupperkurs im Klettern absolvieren.

Am Samstag startet um 11 Uhr das traditionelle Kutterruder-Rennen. Zum 2. Mal geht es am Ende auch rund ums Traditionsschiff. Sieger ist die Crew, die das Tradi in Bestzeit umrundet.

Für passive Sportfans und vor allem Segel- und Wettkampfbegeisterte gibt es am Sonntag noch einen Höhepunkt: das Match-Race zwischen der deutschen Brigantine „Greif“ und dem niederländischen Schoner „Ide Min“. Start ist um 11 Uhr im Seegebiet vor Warnemünde. Ob es noch Plätze zum Mitsegeln gibt, können Interessenten bei der Buchungszentrale erfragen (Telefon 0381 / 381 29 74).

Für Kulinarik-Freunde

Hanse Sail, das bedeutet auch jede Menge Imbissbuden. Bratwurst, Pommes, Crêpes und natürlich Fisch – wer darauf keine Lust hat, muss dennoch nicht verhungern. Nicht nur, dass auch die Restaurants entlang der Bummelmeilen offen sind und für jeden Geschmack etwas im Angebot haben – auch auf dem Gelände selbst gibt es besondere Speisen. Zum Beispiel auf dem Markt „Leben in der Hansezeit“ auf der Silo-Halbinsel. Oder vor dem Hanse-Sail-Büro, wo Köstlichkeiten aus dem Nachbarbundesland Brandenburg angeboten werden.

Gastronomen aus Rostocks Partnerstadt Stettin warten am Anleger der Fahrgastschiffe nach Warnemünde mit deftigen, polnischen Spezialitäten auf.

Produkte aus nachhaltigem Handel können vor dem Restaurant „Carlo 615“ im Fair-Trade-Bereich probiert werden. Dort liegt auch das SchiffNordlys“, das seine Waren ausschließlich mit der Kraft des Windes über die Meere transportiert. Das Schiff lädt an seine Bar ein, wo unter anderem französische Weine probiert werden können.

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