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Rostock „Höhle der Löwen“: Mecklenburger will mit „Gafferwand“ alle Blicke auf sich ziehen
Mecklenburg Rostock „Höhle der Löwen“: Mecklenburger will mit „Gafferwand“ alle Blicke auf sich ziehen
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17:00 17.10.2019
Dieter Mohn (r.) präsentiert den „Löwen“ (v.l.) Ralf Dümmel, Dagmar Wöhrl (verdeckt), Carsten Maschmeyer, Dr. Georg Kofler und Nils Glagau mit der „Gafferwand“ einen aufblasbaren Sichtschutz gegen Unfall-Gaffer. Quelle: TVNOW / Bernd-Michael Maurer
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Ludwigslust

Ob Großbrand oder Autounfall – sobald irgendwo ein Unglück passiert, zücken Sensationssüchtige ihre Smartphones, um Fotos und Videos davon zu machen. Dabei schrecken sie auch nicht davor zurück, Tote zu filmen. Dieter Mohn (62) aus Prislich bei Ludwigslust will Schaulustige ausbremsen. Der Mecklenburger hat mit der „Gafferwand“ einen aufblasbaren Sichtschutz erfunden, der Opfer schützen und Rettungskräften helfen soll.

In der Löwenhöhle kämpft Dieter Mohn um ein Invest von 100 000 Euro. Quelle: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Was Schaulustigen die Sicht versperrt, soll im Fernsehen alle Blicke auf sich ziehen: Mit seiner „Gafferwand“ wagt sich Dieter Mohn in „Die Höhle der Löwen“.

In der Vox-Gründershow will der Mecklenburger Investoren wie Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel von seinem Sichtschutz überzeugen. Für 20 Prozent seiner Firmenanteile sollen die ihm 100 000 Euro geben.

Mit Sichtschutz in die Löwenhöhle

Auf die Idee zur Aufblas-Wand kommt Mohn im November 2016, als er selbst Zeuge eines Unfalls wird. „Den Beteiligten ist nichts passiert, aber es haben viele Autofahrer angehalten, sind ausgestiegen und haben den Unfall mit dem Handy aufgenommen. Es hat mich aufgeregt, wie hemmungslos die Leute waren.“ Dass Gaffer ohne Rücksicht auf Verluste das Leid anderer verfolgen und für ein Bild Rettungskräfte behindern, habe ihn schockiert. „Schlimmstenfalls kann das Leben kosten.“

Aufgebaut in zwei Minuten

Zusammen mit einem Kumpel beschließt Dieter Mohn daraufhin: Eine Lösung muss her. „Damit begann das Abenteuer.“ Nach mehreren Prototypen bringt der Mecklenburger im November 2017 die „Gafferwand“ auf den Markt. Der Sichtschutz passt zusammengerollt ihn jeden Kofferraum und lässt sich binnen zwei Minuten durch zwei Personen mit Hilfe eines Gebläses errichten. Einmal aufgestellt und mit Sandsäcken beschwert, könne die Wand Wind und Wetter widerstehen, verspricht der Unternehmer.

Zwei Leute genügen, um die „Gafferwand“ aufzubauen. Quelle: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Die „Gafferwand“ habe sich bei zahlreichen Einsätzen bewährt, sagt Dieter Mohn. „Wir haben bundesweit Feuerwehren damit ausgestattet. Besonders in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Köln haben wir quasi umzingelt“, sagt er und lacht. Selbst in die USA habe er seine Erfindung schon exportiert.

Ob auch die TV-Löwen anbeißen oder ob sie dem Mecklenburger und seiner aufblasbaren „Gafferwand“ die Luft ablassen, erfahren Zuschauer am Dienstag, dem 22. Oktober. Ab 20.15 Uhr strahlt Vox Folge 8 von „Die Höhle der Löwen“ aus.

Stellprobe am Ludwigsluster Schloss: die "Gafferwand" Quelle: Gafferwand

Top-Quote für Löwen

Bei der jüngsten Folge der „Die Höhle der Löwen“ am 15. Oktober haben 13,8 Prozent der 14- bis 59-Jährigen eingeschaltet – damit war die Gründershow erfolgreicher als alle anderen TV-Sendungen, die zeitgleich liefen. Insgesamt verfolgten 2,66 Millionen Zuschauer, wie die Löwen um die besten Deals mit talentierten Gründern verhandelten.

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