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Rostock Hoffnung für das weinende Mädchen
Mecklenburg Rostock Hoffnung für das weinende Mädchen
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06:36 23.07.2015
Reem darf vielleicht mit ihrer Familie in Deutschland bleiben.
Reem darf vielleicht mit ihrer Familie in Deutschland bleiben. Quelle: NDR
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Rostock

Die 14-jährige Reem aus dem Libanon kann vielleicht in Deutschland bleiben. Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) versicherte: „Diese Familie, und das gilt auch für weitere vergleichbare Fälle, wird bis auf weiteres von der Hansestadt Rostock keinen Ausweisungsbescheid übergeben bekommen.“ Reem hatte am Mittwoch in Rostock mit ihren Tränen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ganz Deutschland gerührt. Die Familie könnte auch von dem neuen Aufenthaltsrecht profitieren, dass noch im Sommer in Kraft treten soll. Die bereits von Bundestag und Bundesrat beschlossene Gesetzesnovelle sieht vor, das Bleiberecht für gut integrierte Ausländer auszuweiten. „Das bedeutet etwa für Jugendliche, dass sie nach vier Jahren erfolgreichen Schulbesuchs in Deutschland künftig gute Aussichten auf ein Bleiberecht haben“, betonte die migrationspolitische Sprecherin der Schweriner SPD-Landtagsfraktion, Dagmar Kaselitz. Auch Reems Eltern dürften dann erstmal bleiben.

Gleichzeitig dauert die Welle der Anteilnahme an Reems Schicksal an. Auf der Internetplattform change.org läuft eine Petition, die Kanzlerin Merkel dazu bringen will, sich für Reem einzusetzen. Bis Freitagnachmittag hatten schon rund 2700 Nutzer unterschrieben. Auch konkrete Hilfe wird der Familie angeboten: So will ihr Albert Wagner aus Bernhardswald (Bayern) Geld spenden und vielleicht eine Wohnung anbieten. „Wir sind ein so reiches Land, und wenn Menschen, die zu uns kommen, in Not sind, helfe ich gern“, sagt er.


Die Kanzlerin und das weinende Palästinenserkind
Zur Online-Petition "Reem muss bleiben können"
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Axel Büssem