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Rostock Hotels nutzen Ruhe nach dem Ansturm
Mecklenburg Rostock Hotels nutzen Ruhe nach dem Ansturm
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17:15 09.01.2019
Wenn die Urlauber weg sind, wird in den Hotels geputzt und renoviert. Thomas Giese arbeitet im „Hotel am Alten Strom“ und bereitet das Fliesenlegen vor. Quelle: Johanna Hegermann
Rostock

Über die Feiertage strömten Tausende nach Warnemünde, um hier zu feiern. Nun ist der Ansturm auf das Ostseebad vorüber. Die Hotels sind mit dem Jahreswechsel zufrieden und wollen die Verschnaufpause im Januar aktiv nutzen.

Erfolgreicher Jahreswechsel

„Allgemein kann man sagen, dass wir ein ganz tolles Jahr hatten – vor allem wetterbedingt“, sagt der Chef des Rostocker Dehoga-Regionalverbands Kai Dau, der außerdem das Best Western Hanse-Hotel in Warnemünde leitet. „Auch an Silvester waren wir wieder komplett ausgebucht. Da dürfte keiner klagen.“ Nun wird es im Ostseebad ruhiger. Doch mit einer langen Pause rechnet der Hoteldirektor nicht. „Direkt an der Küste ist das ganze Jahr Saison.“ Punktuell gebe es nur im November, kurz vor Weihnachten und im Januar Ruhezeiten. Gerade das locke andere Gäste an. „Zu dieser Jahreszeit kommen Urlauber, die es ruhiger haben wollen.“ In den vergangenen Jahren habe sich die Nachfrage auch in der Nebensaison kontinuierlich gesteigert. „Viel mehr Platz gibt es nach oben gar nicht. Die Kunst ist jetzt, das hohe Niveau zu halten“, erklärt Dau.

„Das Jahresendgeschäft hat unsere Erwartungen noch übertroffen“, sagt Silke Greven vom Hotel Neptun. Auch in der ersten Januarwoche seien täglich noch 500 Gäste im Haus gewesen. Rund acht Prozent der Weihnachts- und Silvestergäste hätten gleich für das kommende Jahr Zimmer gebucht. „Die Panorama-Eckzimmer und Juniorsuiten sind teilweise schon bis Silvester 2024 ausgebucht. Wir müssen da mit Wartelisten arbeiten“, erklärt die Hotel-Sprecherin. „Nun wird es natürlich ruhiger.“

Zeit für Renovierungen

„Unser Januar läuft jetzt schon besser als der im Vorjahr“, erklärt Karen Neumann vom Hotel am „Alten Strom“. Sie hat bemerkt, dass im Januar immer ganz kurzfristig gebucht wird. „Wir haben bei uns viele Dienstreisende.“ Dennoch ist genügend Platz und Zeit, um einige Bäder und Zimmer zu renovieren und alles gründlich sauber zu machen. „Man kann nicht zwölf Monate voll ausgebucht sein. Da dreht man ja sonst durch“, erzählt sie lachend. Die Pause tue daher nicht nur den Mitarbeitern, sondern auch den Häusern gut.

Kurze Verschnaufpause für die Hotels in Warnemünde. Im Hotel Neptun sollen nun 38 Badezimmer renoviert werden. Quelle: Johanna Hegermann

„Für gewöhnlich ist es in der zweiten Jahreswoche ruhig und in der dritten geht es schon wieder los. Von einem schwachen Januar würde ich nicht mehr sprechen“, erklärt Dietmar Karl vom Hotel Hübner. Spätestens in der vierten Woche sei es dann voll und im Februar beginnen schon wieder die Winterferien. „Jetzt sind wir bei 45 bis 50 Prozent Auslastung, dann werden es wohl 90 Prozent sein“ Bis dahin will das Hübner die Zeit nutzen. „Wir werden die Böden teilweise erneuern, die Häuser grundreinigen und dort Hand anlegen, wo etwas zu tun ist“, erzählt der Hotelchef. „Außerdem wollen wir unsere eigene Weihnachtsfeier veranstalten. Eine Jahresfeier, bei der sich alle Kollegen treffen.“

Auch im Hotel Neptun wird derzeit gewerkelt. „Wir werden jetzt renovieren“, erklärt die Hotel-Sprecherin Silke Greven. Auf zwei Etagen werden nun 38 Badezimmer erneuert. Im März soll alles fertig sein. „Dann haben wir in allen 338 Zimmern neue Bäder.“

Ausblick ins neue Jahr

Wie es in diesem Jahr weitergeht, da hat Kai Dau vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband eine Vorstellung. Er ist sich sicher, dass man die Auswirkungen des Vorjahres noch spüren wird. „Das kann man antizyklisch sehen. Wir merken an den Vorbuchungen, ob das Vorjahr verregnet oder sonnig war.“ Für dieses Jahr sei daher einige Zimmer reserviert worden. „Deswegen gehen wir von einem guten Jahr aus.“ Andere wagen den Blick in die Glaskugel nicht. „Ich kann nicht sagen, wie es wird, weil ich kein Wetterfrosch bin“, sagt Dietmar Karl vom Hotel Hübner. Dass das Jahr gut verlaufen wird, bezweifelt er nicht. „Aber das I-Tüpfelchen ist immer vom Wetter abhängig.“ Auch Silke Greven ist verhalten optimistisch. „Im vergangenen Jahr hat uns der Sommer von Mai bis Oktober in die Karten gespielt. Ob man das in diesem Jahr wieder so hinbekommt, weiß man ja nicht.“ Sie wollen jedenfalls an den Erfolg weiter anknüpfen.

Johanna Hegermann

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