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Rostock „Alles spinnt auf dem Olymp“: Rostocker Karnevalsfreunde feiern in göttlichen Kostümen
Mecklenburg Rostock „Alles spinnt auf dem Olymp“: Rostocker Karnevalsfreunde feiern in göttlichen Kostümen
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16:40 24.02.2019
Die Besucher Lutz Wiese, Susanne Koball, Anke Hass und Martin Schulz verkleideten sich beim 43. IHS-Fasching passend zum Motto als antike Griechen. Quelle: Anh Tran
Rostock

Mit goldener Krone und mächtigem Dreizack steht der Meeresgott Poseidon vor den Menschenmassen. Er lässt einen Schlachtruf los: „Aphro-!“ Die Menge erwidert: „Titte!“ Der Saal jubelt und der Ruf wird mehrmals wiederholt, während das Publikum feiert. Der Anlass für die ausgelassene Stimmung: die alljährliche Feier des IHS Faschingsclubs.

Denn zum 43. mal feierten Fans der fünften Jahreszeit den kultigen IHS Fasching – diesmal unter dem Motto „Alles spinnt auf dem Olymp“. Über 1000 Besucher tummelten sich am Samstagabend im Lichtenhagener Nordlicht. Gorgonen, Satyrn, Soldaten aus der Antike – die Kostüme deckten das Beste aus der griechischen Mythologie ab. Der Schlachtruf war mit „Aphro-tite“ traditionell wieder ein zweideutiges Wortspiel.

Wettkampf der Götter

Beim Programm rief das Maskottchen der Veranstaltung, „Der Macher“, zum Kampf um die Schirmherrschaft des IHS-Faschings auf. Die Kontrahenten: Athene und Poseidon – Ihre Waffen: 35 Tänzer und Sänger. Wer das beste Programm bot, sollte gewinnen. Ein Gesangswettbewerb zwischen Seeleuten und Sirenen eröffnete die rund 30-minütige Show. Ein Feuerspucker heizte die Stimmung zu Rammsteins „Feuer frei“ weiter an.

Auch ein Highlight: fünf Tänzerinnen, die als leicht bekleidete Satyrn, eine akrobatische Choreografie aufführten. Die 27-jährige Lisa Fricke ist Teil dieser Tanzgruppe. Sie ist schon zum fünften Mal beim IHS-Fasching. „Mein Verlobter hat mich hier mit reingeschleppt“, scherzt sie. Das diesjährige Motto gefiel ihr: „Ich finde das Thema echt cool.“

Als Satyrn verkleidete Tänzerinnen bereicherten das Programm mit einer aufwendigen Choreografie. Quelle: Anh Tran

Aufwendige Kostüme

Für die aufwendigen Kostüme der Darsteller war Britta Schweers zuständig. „Ich bin hier sozusagen die Obernähnadel“, sagt sie. Viele der Stücke seien Hand gefertigt. Einige wenige kommen aus dem Fundus und wurden umgenäht. „Die Herstellung mancher Kostüme dauert zwei bis drei Wochen“, erzählt die 49-Jährige.

Der Kampf der Götter endete mit einem unentschieden. „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte“, spottete der Macher über Poseidon und Athene. Er behielt die Schirmherrschaft über den IHS-Fasching und läutete eine lange Partynacht ein. DJs und eine Live-Band begleiteten die Feier auf drei Tanzflächen.

Stylistin Friederike Wiechmann (24) schminkte die Darsteller vor dem Programm. Quelle: Anh Tran

Hochzeitstempel und Kuschelecken

Vereinsvorsitzender Oliver Tober legt wert auf ein „kurzes und knackiges“ Programm. „Bei uns sitzen die Leute nicht stundenlang auf den Plätzen und schauen jemandem auf der Bühne zu. Das gefällt den Gästen auch so“, sagt er.

Dementsprechend gab es für die Feiernden auch viel außerhalb der Show zu sehen. So stand ein Ambrosiabrunnen mit Wein am Empfang, sowie eine Kuschelecke und ein Hochzeitstempel im Hauptsaal. „Die Hochzeiten sind aber nur bis in die Morgenstunden gültig“, scherzt Vereinsmitglied Torsten Bothe.

Die Gäste zeigten sich begeistert. „Ich finde das so toll hier. Die Veranstalter machen alles mit so viel Mühe und Einsatz“, sagt Besucherin Susanne Koball. Um fünf Uhr morgens verließen die letzten Gäste das Nordlicht. Die Veranstaltung war ein Erfolg, findet Torsten Bothe: „Alles ist top gelaufen!“

Anh Tran

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