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Rostock Iga-Park: Neue Regeln sorgen für Besucherrekord
Mecklenburg Rostock Iga-Park: Neue Regeln sorgen für Besucherrekord
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16:49 05.03.2019
Tina Nitzschner und Lucas Bläßing freuen sich , dass sie jetzt auch mit dem Rad durch den Iga-Park fahren dürfen. „Das ist vor allem super für die Kinder.“ Quelle: Jana Schubert
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Rostock

 Mit Fahrrad oder Hund in den Rostocker Iga-Park – was früher undenkbar war, gehört für einige nach wenigen Tagen schon zur Normalität. „Dass wir jetzt auch mit dem Rad hier lang dürfen, ist vor allem super für die Kinder“, sagt Lucas Bläßing. Tina Nitzschner stimmt ihm zu. „Wenn die Kleinen mal keine Lust mehr aufs Laufen haben, kommt der Hänger hinten ran und dann geht’s ab ans Wasser, gerade wenn Warnemünde so überlaufen ist“, sagt der Gastronom. Zumal nun auch der Eintritt auf das Gelände in Schmarl frei ist.

Vorher hat es viele Diskussionen über den sogenannten Zehn-Punkte-Plan für den Iga-Park gegeben (die OZ berichtete). Doch die Resonanz auf die Neuerungen ist bereits in den ersten Tagen überwältigend gewesen, wie Park-Mitarbeiter berichten. Am letzten Februarwochenende seien bei schönstem Wetter so viele Besucher wie noch nie auf das Gelände geströmt. „Die Spielplätze waren voll, an der Bootswerft konnte sich Uwe Ahlgrimm vor Menschen kaum retten, Hunderte flanierten am Wasser“, heißt es in einer Mitteilung. Und weiter: „Nach vielen, vielen Jahren war das Traditionsschiff für viele Menschen wieder Ziel ihres Wochenend-Spaziergangs.“

Hundebesitzer erwarten auch Ärger

Steve Friedrich freut sich über die Öffnung des Iga-Parks für Hunde und ist mit „Pascha“ unterwegs. Quelle: Jana Schubert

Unter den Besuchern sind auch zahlreiche Hundebesitzer. Steve Friedrich zum Beispiel ist mit „Pascha“, dem Hund seiner Freundin, im Iga-Park unterwegs. Begleitet wird er von zwei Kumpels, die ebenfalls einen Vierbeiner haben. „Wir finden das super“, sagt Friedrich, „vorher durfte man das ja lange nicht“. Die Frage sei aber, wie lange sich die Leute an die Regeln hielten. „Sobald die Hunde anfangen, die Blumenbeete umzugraben oder die Hinterlassenschaften nicht weggeräumt werden, wird es Ärger geben“, ist sich Friedrich sicher.

Laut den Park-Mitarbeitern musste bisher lediglich ein Hundebesitzer auf den Leinenzwang aufmerksam gemacht werden. „Er kam der entsprechenden Bitte sofort und ohne Diskussion nach“, heißt es. Die jungen Männer um Friedrich sehen das mit der Leinenpflicht jedoch eher locker. Solange die Erziehung das erlaube, sei alles gut, sind sie sich einig. Park-Besucher Tina Nitzschner und Lucas Bläßing sehen das etwas anders: „Die Hunde stören uns nicht, solange sich an die Leinenpflicht gehalten wird“ sagt Bläßing. Denn gerade mit den vielen Kindern könne das sonst schnell problematisch werden.

Bosse erfreut über Entwicklung

Mit Radfahrern soll es laut Mitarbeiter bisher keinerlei Probleme gegeben haben. Iga-Park-Aufsichtsratschefin Chris Günther (CDU) lobt die Entwicklung. „Der Unterschied zum vergangenen Jahr ist kaum fassbar.“ Sie sei mit einigen Besuchern ins Gespräch gekommen, die ihr allesamt bestätigt hätten, dass die Öffnung ein längst überfälliger Schritt gewesen sei.

Laut Iga-Park-Geschäftsführer Matthias Horn freuen sich selbst Skeptiker über die ersten Erfolge. „Der Park wird nun endlich das, was schon bei seinem Bau geplant war – ein echter Freizeitpark für Rostocker der benachbarten Stadtteile“, so Horn, der auch Referent für Stadtentwicklung im Büro des Oberbürgermeisters ist.

Nicht alle sind begeistert

Stammgast Lothar Flath kann die Freude jedoch nicht teilen. Der 64-Jährige kommt jeden Tag in den Park, um sich an den Geräten des Trimm-Dich-Pfads fit zu halten. „Die Fahrräder können doch eh schon überall lang fahren. Ich verstehe nicht, warum die jetzt auch noch hier fahren müssen“, sagt er. Der Park sei sein Rückzugsort gewesen, an dem er die Ruhe genießen konnte. „Jetzt muss ich aufpassen, wenn die Radfahrer hier mit Tempo lang heizen.“ Er müsse dann am Wegesrand stehen bleiben und Platz machen. Auch die Öffnung für die Hunde sieht Flath kritisch. „Der ganze Park ist jetzt voller Hunde.“

Park und Museum ganzjährig offen

Park und Museum sind weiterhin ganzjährig geöffnet: der Iga-Park derzeit täglich von 10 bis 18 Uhr und das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr.

Der Eintritt in das Museum kostet nach wie vor vier Euro pro Erwachsenem. Die ermäßigten Tickets sind bereits für 2,50 Euro zu haben. Jahreskarten kosten zehn oder sieben Euro für Personen mit einer Berechtigung zur Ermäßigung.

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