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Rostock Immer wieder Marc Chagall
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00:24 01.06.2018
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Graal-Müritz

In den Sommermonaten lebt und arbeitet der Lyriker Ulrich Grasnick in Graal-Müritz zurückgezogen in einem kleinen Bungalow. So findet er Ruhe zum Schreiben.

Der Dichter Ulrich Grasnick wird 80 Jahre alt. Quelle: Foto: Michael Schißler

Am 4. Juni feiert Grasnick seinen 80. Geburtstag. Am Tag danach lädt er zu einer Lesung ein.

In Pirna geboren, verbrachte Grasnick einen Teil seiner Jugend im Haus seines Onkels in Warnemünde. Ab 1959 studierte er an der Hochschule für Musik „Karl Maria von Weber“ in Dresden. Beim Studium lernt er seine Frau Charlotte kennen, gemeinsam gehören sie zum Ensemble der Komischen Oper Berlin und treten im Rundfunkchor Berlin auf. Zusammen veröffentlichen sie später den Lyrikband „Flugfeld für Träume“.

Seit 1973 Grasnicks erster Gedichtband „Der vieltürige Tag“ erschien beim Verlag der Nationen, folgen regelmäßig weitere. Zunächst spielen Natur, Landschaften, die Gitarre von Victor Jara in Chile, ölverschmutzte Meere eine Rolle, der Wiederaufbau des Zwingers. Eine Vielfalt von Themen blättert er auf, holt mit Texten, die auf Wien oder Paris zielten, ein Stück westliche Welt auf östliche Buchseiten. 2003 in dem Band „Fels ohne Eile“ kehrt er thematisch ins Elbsandsteingebirge zurück. Grasnicks Gedichte wirken wie Wortgewebe, geben Raum für Assoziationen.

Aus der Bodenverstärkung eines Westpaketes – ein Kalender mit Motiven von Marc Chagall – entspinnt sich eine besondere Inspiration. Der Maler wird Grasnick lebenslang begleiten. Anfang 2018 legte Grasnick seinen dritten Band im Dialog zu Bildern Chagalls unter dem Titel „Fermate der Hoffnung“ vor. Erstmals findet man hier Gedichte von ihm zweisprachig vor, jeweils in deutscher und in russischer Sprache, übersetzt von Wjatscheslaw Kuprijanow sowie Irina und York Freitag. Verdienste erworben hat sich Grasnick mit der Leitung des Köpenicker Lyrikseminars, das seit 1975 existiert und auch aktuell sich zusammenfindet im „Kulturzentrum Adlerhof Alte Schule“. Zuletzt wurde 2014 aus diesem Kreis heraus die Anthologie „Seltenes spüren“ publiziert, an einer neuen wird gerade gearbeitet. Zum zweiten Mal schrieb Grasnick auch einen Lyrikpreis auf seinen Namen aus, eine unabhängige Jury wird begutachten, bis zum 30. Juni sind Einsendungen möglich. Lesung: 5. Juni, 18 Uhr, Heimatmuseum Graal-Müritz, Parkstraße 21

Marko Ferst

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