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Rostock In Lichtenhagen entsteht ein neuer Schulcampus
Mecklenburg Rostock In Lichtenhagen entsteht ein neuer Schulcampus
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17:44 26.02.2019
Das ASB-Gebäude in Lichtenhagen steht kurz vor dem Abriss. Quelle: Susanne Gidzinski
Rostock

 Bröckelnde Fassaden, Pfützen im Gebäude und mit Klebeband geflickte Fenster: Die Schüler der Alexander-Schmorell-Berufsschule in Lichtenhagen haben schon einiges erleben dürfen. Im Nebengebäude in der Danziger Straße durfte nach Regen das Licht nicht eingeschaltet werden – zu groß war die Gefahr eines Stromschlages (die OZ berichtete). Doch in Zukunft soll alles besser werden: In der Schleswiger Straße 5 baut Rostock einen neuen Schulcampus für rund 18 Millionen Euro. 90 Prozent der Kosten übernimmt das Land. „Der neue Campus wird dringend gebraucht“, sagt Antje Uckleya, stellvertretende Leiterin der Berufsschule. Die bisherige Planung sei super. „Wir warten jetzt sehnsüchtig darauf, dass es endlich losgeht“, so Uckleya.

Für den Neubau müssen allerdings erst noch das Hochhaus und die umliegenden Gebäude an der Schleswiger Straße 5 weichen. Hier war zuletzt der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) mit seiner Kinder- und Jugendhilfe zuhause, ehe er in das neue Familien-Kompetenz-Zentrum auf dem Nachbargrundstück zog. Die leerstehenden Gebäude sind nun eingezäunt, auch ist schweres Gerät vorgefahren. Der Abriss habe in Teilen bereits begonnen, sagt Josefine Rosse vom städtischen Immobilienverwalter KOE.

Unterricht für mehr als 600 Berufsschüler

Eine Sanierung der alten Gebäude sei nicht mehr möglich gewesen. „Die Bauten stammen noch aus DDR-Zeiten“, betont Rosse. Und nicht nur der Zustand, auch Struktur und Größe der Immobilien reichten nicht mehr aus, um den heutigen Standards und den Ansprüchen der Berufsschule gerecht zu werden, so die Sprecherin weiter. Auf dem Schulcampus sollen künftig mehr als 600 Berufsschüler unterrichtet werden können. „Wir wachsen ständig weiter und brauchen deswegen immer mehr Platz“, betont die stellvertretende Schulleiterin Uckleya.

So könnte der Schulcampus nach einem ersten Studien-Entwurf aussehen. Quelle: aib Bauplanung

Wie der Campus aussehen könnte, haben die Bauplaner der Firma Aib in einer Studie festgehalten. Demnach soll der dreigeschossige Ersatzneubau aus zwei sich gegenüberliegenden L-förmigen Baukörpern bestehen. Das Gebäude wird behindertengerecht erschlossen. Im Erdgeschoss sollen die Verwaltung, der Speiseraum, das Archiv, das Atrium mit integrierter Bühne sowie die Bibliothek untergebracht werden. Die Klassenräume, Fachunterrichts- und Vorbereitungsräume werden im Obergeschoss angeordnet.

Fertigstellung voraussichtlich 2022

So lauten jedenfalls die ersten Pläne. Gerade arbeiten Experten an einem konkreten Entwurf. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem anspruchsvollen Ausbildungsprofil der Schule, an der unter anderem Gesundheitsberufe unterrichtet werden. „Während der Gebäudeplanung müssen die Sondernutzungen berücksichtigt werden, zum Beispiel entsprechend dimensionierte Sanitär- und Technikflächen“, sagt Rosse.

Der Baubeginn steht noch nicht fest. Klar ist nur: „Die Bauzeit wird etwa zwei Jahre betragen“, so Rosse. Laut KOE-Wirtschaftsplan wird eine Fertigstellung im Jahr 2022 angepeilt. Anwohner müssen sich bis dahin auf Beeinträchtigungen einstellen. Rosse ist jedoch optimistisch, dass sich das in Grenzen hält. „Während wir das neue Familien-Kompetenz-Zentrum errichtet haben, wurde uns sehr viel Verständnis entgegengebracht. Das vergangene Bauvorhaben hat im Stadtteil für großes und vor allem positives Interesse gesorgt. Dasselbe erhoffen wir uns auch für den Berufsschulcampus-Bau“, so die KOE-Sprecherin. Weiter teilt sie mit, dass der angrenzende Parkplatz und der kleine Waldbereich bestehen bleiben und nicht Teil des Bauprojekts sind.

Aileen Raddatz

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