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Rostock Internet für's Dorf: SPD will Sender auf Windrädern
Mecklenburg Rostock Internet für's Dorf: SPD will Sender auf Windrädern
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06:30 09.03.2015
Ausbaufähig: Windparks – hier die Anlage Grapzow nahe Altentreptow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) – könnten die Internetanbindung auf dem flachen Land verbessern.
Ausbaufähig: Windparks – hier die Anlage Grapzow nahe Altentreptow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) – könnten die Internetanbindung auf dem flachen Land verbessern. Quelle: Norbert Fellechner
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Rostock

Die Windparks in MV sollen künftig nicht nur grünen“ Strom, sondern auch schnelles Internet für Zehntausende Haushalte auf dem flachen Land liefern: Die SPD-Fraktion im Landtag arbeitet an Plänen, die Windmühlen auch als Sendemasten für riesige WLAN-Netz zu nutzen – um so selbst entlegenste Dörfer an das Datennetz anzuschließen. „Moderne Anlagen sind 200 Meter hoch – perfekt für derartige Funknetze“, so der wirtschaftspolitische Sprecher der Sozialdemokraten, der Rostocker Landtagsabgeordnete Jochen Schulte.

Noch stehen die Planungen am Anfang. Doch sowohl aus der Windkraft- als auch der Internet-Branche bekommt Schulte für die Pläne bereits Unterstützung: „Wir haben in den Windparks die notwendige Infrastruktur“, sagt Andreas Jesse, Landeschef des Bundesverbandes Windenergie (BWE). Die Mühlen seien nämlich eh an das Internet angeschlossen – um sie aus der Ferne steuern zu können.

„Funknetze auf Windrädern wäre geeignet, um auch den letzten Bauernhof online zu bringen“, heißt es auch vom Branchenverband Breitbandkommunikation (Breko). Kritik kommt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund): „Die gesundheitlichen Folgen von Funk-Strahlen sind noch unzureichend erforscht. Bevor neue Antennen und Netze aufgebaut werden, müssen die Auswirkungen erforscht werden“, sagt Bund-Sprecher Rüdiger Rosenthal. 



Andreas Meyer