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Rostock 100 Jahre Akademischer Segelverein Rostock
Mecklenburg Rostock 100 Jahre Akademischer Segelverein Rostock
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13:25 31.03.2019
Mitglieder des akademischen Seglervereins zu Rostock (v.l.): Jan-Ole Höppner (29), Ronja Topp (23), Klaus Fethke (76), Joachim Poppe (45) Quelle: Anh Tran
Rostock

Eine zweite Heimat – das ist der Akademische Segler-Verein zu Rostock (ASVzR) für Heino Werner. Der gebürtige Gehlsdorfer ist bereits seit 43 Jahren Mitglied. Für ihn ging es schon immer um die Gemeinschaft und den Spaß am Sport. „Wenn einer mit Leidenschaft dabei ist, dann bleibt er auch lange dabei“, sagt er. Dieses Jahr feierte Werners zweite Heimat ihr 100-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass trafen sich zahlreiche Mitglieder des ASVzR am Samstag in der Fakultät für Maschinen- und Schiffstechnik. Die Besucher erwartete ein Sektempfang, eine Festrede des Vereinsvorsitzenden, sowie Ansprachen einiger Stadtvertreter.

Unter den Rednern war Bert Buchholz, Prodekan der Fakultät für Maschinen- und Schiffstechnik. Er findet: „Der Segelsport lehrt den Respekt vor der Größe und der Schönheit vom Meer und der Natur.“ Dadurch würde sich Interesse für die Umwelt und deren Erhaltung entwickeln. Auch Wolfgang Schareck, Rektor der Uni Rostock, bekundete seinen Respekt vor dem Segeln: „Das ist nicht nur ein Sport, sondern ein Lebensgefühl.“ Ebenfalls unter den Rednern: Stadtsenator Steffen Bockhahn (Linke) und Bodo Bartmann, Vorsitzender des Segler-Verbandes in MV.

Wolfgang Schareck, Rektor der Uni Rostock beim 100-jährigen Jubiläum des Akademischen Segler-Vereins Quelle: Anh Tran

Generationenübergreifende Gemeinschaft

Zahlreiche Vereinsmitglieder unterschiedlichen Alters besuchten die Feier – darunter der Maschinenbaustudent Eric Kleist. Der 24-jährige ist seit frühester Kindheit leidenschaftlicher Segler. „Mein Vater und mein Großvater sind Mitglieder und deshalb war ich eigentlich schon seit meiner Geburt dabei“, erzählt er.

Ihm gefällt vor allem das Gemeinschaftsgefühl beim ASVzR. „Jeder kommt mit jedem klar und wir können uns immer aufeinander verlassen.“ Auch das langjährige Mitglied Heino Werner schätzt das Vereinsleben. „Ich gehe mittlerweile nicht mal unbedingt zum Segeln hin, sondern um mich mit den Leuten zu unterhalten“, sagt der 63-Jährige.

Der ASVzR blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Sieben Studenten gründeten ihn am 27. März 1919. „Studenten sind auch heute noch das Kernstück des Vereins“, sagt der Vorsitzende Joachim Poppe. Viele würden während des Studiums beitreten und dem Klub auch danach treu bleiben. „Sie finanzieren den Verein weiter mit und unterstützen neue Generationen beim Segeln. Man gibt das zurück, was man früher erhalten hat“, erklärt Poppe.

Ereignisreiche Geschichte

Bis 1926 stieg die Zahl der Mitglieder und erste Reisen über die Ostsee bis nach Finnland konnten unternommen werden. Seither organisiert der Verein auch die Warnemünder Woche mit. 1929, kaufte der ASVzR ein Gelände in Gehlsdorf und baute dort das heutige Klubhaus.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die Segler trotz Umgehungsversuche in den NS Studentenbund eingegliedert. Mit dem Kriegsende und der Trennung Deutschlands machten viele Mitglieder in westdeutschen Vereinen weiter. Die Zeit des ASVs kam in Rostock vorläufig zum Ende.

1951 gründete sich die „Sektion Segeln“ in der Hochschul-Sport-Gemeinschaft an der Uni Rostock. Bis zur Wende errungen die Segler viele Erfolge in der DDR – darunter 16 Meistertitel in der Piratenklasse. Nach der Wende, am 10. März 1990, nahmen westdeutsche und ostdeutsche ASV-er wieder Kontakt zueinander auf. Sie beschlossen die Wiedergründung des Rostocker Vereins.

Neues Flaggschiff für den Verein

Aktuell plant der Verein den Kauf eines neuen Schiffes, dass den jungen Mitgliedern für die Seesegelausbildung zur Verfügung gestellt wird. Da das aktuelle knapp 30 Jahre alt ist, sollt zum Jubiläum ein neues angeschafft werden. „Es ist wichtig, dass man auf dem Stand der Dinge bleibt“, meint Joachim Poppe.

Zur Finanzierung griff der Verein zum Teil auf sogenanntes Crowdfunding zurück – einer Methode, bei der viele Spender kleinere oder größere Beiträge leisten. Dabei eine Summe von 28.655 Euro zusammen. „Jetzt sind wir dabei, das Boot auszusuchen“, sagt Joachim Poppe.

Anh Tran

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