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Rostock Jugendgewalt: Caffier will Syrer abschieben
Mecklenburg Rostock Jugendgewalt: Caffier will Syrer abschieben
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10:00 01.12.2017
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) informierte sich am Donnerstag über die Sicherheit auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Ausgerechnet zum Start des Weihnachtsmarktes flammt der Konflikt zwischen Jugendgruppen in der Rostocker Innenstadt wieder auf: Am Mittwochabend kam es gleich zu zwei schweren Auseinandersetzungen zwischen jungen Migranten in der Innenstadt. An einer Massenschlägerei waren nach Angaben der Polizei etwa 30 Personen beteiligt. Nun schaltet sich Innenminister Lorenz Caffier (CDU) in das Dauerthema ein: „Vor allem syrische Jugendliche sind leider allzu oft an diesen Gewalttaten beteiligt. Wir müssen endlich Möglichkeiten schaffen, dieses Verhalten sanktionieren zu können.“ Klartext: Caffier will auf der nächsten Innenministerkonferenz darüber sprechen, ob straffällige Syrer in ihre Heimat abgeschoben werden können.

In Rostock und Schwerin sorgen Jugendgruppen seit Monaten für Probleme: In Rostock kam es mehrfach zu Schlägereien in den Wallanlagen, aber auch vor den Einkaufszentren in der Shoppingmeile Kröpeliner Straße. Am Mittwoch ereignete sich genau dort der jüngste Vorfall: Im Getümmel des Weihnachtsmarktes gerieten sechs Syrer aneinander, einer der jungen Männer versprühte Reizgas. Wenige Stunden später musste die Polizei dann zu einer Schlägerei in der Nähe der Innenstadt ausrücken. 30 Personen sollen nach Angaben der Polizei daran beteiligt gewesen sein. „Laut aktuellem Stand der Ermittlungen war unter den Beteiligten kein deutscher Staatsbürger“, so Rostocks Polizeichef Michael Ebert.

In der Hansestadt hat die Polizei ihre Präsenz in der Innenstadt seit Monaten verstärkt. Auch die Händler hatten sich beklagt: Sie fürchten, dass die Jugendgewalt dem Ruf und den Geschäften in der City schaden könnte. „Diese Auseinandersetzungen zwischen Jugendgruppen und auch unter jungen Migranten beunruhigen viele Menschen natürlich“, sagt Innenminister Caffier. „Die jungen Leute treffen sich dort, wo sie Raum haben – in den Innenstädten, in Einkaufszentren. Dort haben sie WLAN, können im Internet surfen und sich treffen.“

OZ

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