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Rostock Kabarett „ROhrSTOCK“ beim OZ-Kulturtalk
Mecklenburg Rostock Kabarett „ROhrSTOCK“ beim OZ-Kulturtalk
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05:02 19.01.2018
Rohrstock Oldies, Kabarett aus Rostock. Quelle: Bühne 602
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Rostock

„Wir sind das dienstälteste Studentenkabarett der Welt“, sagt Michael Ruschke (53). Tatsächlich – das Gründungsdatum liegt inzwischen 48 Jahre zurück: Am 10. Januar 1970 gründete sich das Kabarett „ROhrSTOCK“ an der Rostocker Universität als reines Studentenkabarett, damals wurde es geleitet von Wolfgang Dalk.

Das Kabarett ROhrSTOCK ist am 24. Januar um 19.30 Uhr zu Gast zum Kulturtalk im Studio der OZ. Einlass ist ab 19 Uhr, Tickets gibt es im OZ-Service-Center (Eintritt 8 Euro, mit AboPlus-Karte 5 Euro).

Heute besteht die „ROhrSTOCK“-Mannschaft aus vier Leuten: Das sind Sandra Werner, Tom Wrase, Jens Dehmlow und Michael Ruschke. Letzterer ist seit 1989 Leiter und Autor des Kabaretts – inzwischen hauptberuflich. Die anderen drei Mitglieder arbeiten in „normalen“ Berufen wie Lehrer oder Systemadministrator. Ruschke, der schon als Schüler in Boizenburg sein schauspielerisches Talent entdeckte, kam 1982 zum Studium nach Rostock – und auch zu „ROhrSTOCK“.

Seit Oktober 2017 ist das Kabarett mit einem neuen Programm unterwegs. Es heißt „Die Scheinheiligen“ und widmet sich aktuellen politischen Themen. „Wir haben nur noch die Bundestagswahl abgewartet, dann hatte es Premiere“, sagt Ruschke über dessen Entstehungsprozess. Denn „ROhrSTOCK“ ist über die vielen Jahre immer ein Kabarett mit politischen Themen geblieben. „Wir machen keine Comedy“, betont Ruschke. „Bevor wir ein neues Programm erarbeiten, setzen wir vier uns zusammen und erarbeiten erstmal eine lange Liste mit Dingen, die uns nerven.“ Das ist so eine Art Bestandsaufnahme der Themen, danach wird getextet.

So war es auch bei dem Programm „Die Scheinheiligen“, in das natürlich viele aktuelle Ereignisse aus dem Jahr 2017 eingeflossen sind, von der Inklusion bis zur AfD. „Wir spielen dann anderthalb bis zwei Stunden pro Abend“, sagt Ruschke. Doch so ein Programm ändert sich auch mit zunehmender Spieldauer. „Wenn wir merken, ein Thema funktioniert nicht mehr oder die Leute können’s nicht mehr hören, dann steuern wir thematisch auch spontan um“, sagt Michel Ruschke. So kann die „ROhrSTOCK“-Mannschaft schnell auf aktuelle Ereignisse reagieren, eigentlich an jedem Abend.

Das wird auch ein Teil des OZ-Kulturtalks am kommenden Mittwoch sein. Denn die „ROhrSTOCK“-Leute werden in drei Blöcken Teile aus ihrem aktuellen Programm präsentieren. Dazwischen wird OZ-Chefredakteur Andreas Ebel als Gastgeber mit den Kabarettisten eine munteren Talk abhalten, natürlich ist auch das Publikum an diesem Abend eingeladen, Fragen zu stellen.

Inzwischen denkt die „ROhrSTOCK“-Mannschaft schon über das große Jubiläumsprogramm nach. Denn am 10. Januar 2020 wird der 50. „ROhrSTOCK“-Geburtstag gefeiert – und damit auch der Status des „dienstältesten Studentenkabarett der Welt“ zementiert. Weiter wird der Gedanke der Talentförderung groß geschrieben. Denn es gibt neben den „Oldies“ – von denen hier die Rede ist – auch ein junges „ROhrSTOCK“-Kabarett, das derzeit drei Darsteller umfasst. „Aber das junge Team ist gerade im Neuaufbau, zum Frühjahr suchen wir neue Talente“, sagt Michel Ruschke. Nur so kann der Status des studentischen Kabaretts bewahrt werden.

Stefanie Büssing

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