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Rostock Kartoffelsalat und Würstchen: So feiert Manuela Schwesig Weihnachten
Mecklenburg Rostock Kartoffelsalat und Würstchen: So feiert Manuela Schwesig Weihnachten
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09:10 21.12.2018
Manuela Schwesig (SPD) hier gemeinsam mit ihrer Familie (2017), mit der sie das Weihnachtsfest feiiern wird. Quelle: FOTO: Frank Hormann/Nordlicht
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Schwerin

Das gesamte Schweriner Kabinett sehnt sich nach Ruhe und Entspannung. Alle Minister verbringen Heiligabend gemeinsam in Familie daheim, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. In Details wie dem Versenden weihnachtlicher Grußpost gibt es noch Unterschiede.

Die Familie von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) geht Heiligabend zum Krippenspiel in den Schweriner Dom. Zur Bescherung kommt ein „echter“ Weihnachtsmann. Am Abend gibt es Kartoffelsalat und Würstchen, am ersten Feiertag kommt eine Gans auf den Tisch – bei Schwesigs Eltern im heimatlichen Brandenburg. „Ich freue mich darauf, viel Zeit mit der Familie zu verbringen“, sagt die Regierungschefin. Vor dem Fest findet sie auch noch Zeit, private Grußkarten zu schreiben. Nicht irgendwelche: „Die kaufe ich am Unicef-Stand“, betont sie.

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Glawe feiert daheim in Grimmen

Mit dem Kartenschreiben hat Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gar nichts mehr am Hut. Er verzichte in diesem Jahr erstmals auf klassische Weihnachtspost und verschicke nur elektronische Grüße. Weihnachten feiert er mit der Familie, zu der drei erwachsene Kinder und ein kleiner Enkel gehören, zu Hause in Grimmen – bei Salat mit Bockwurst und Ente.

Auf handschriftliche Weihnachtsgrüße verzichtet auch Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD). Sie findet das schade, aber: „Mir fehlt die Zeit dazu.“ Heiligabend hat sie aber Muße für einen ausgiebigen Spieleabend in der kleinen Familie mit Mann, Tochter und Hund. An den Feiertagen stehen Besuche bei Eltern und Schwiegereltern auf dem Programm. Dann komme eine Ente auf den Tisch, am Heiligabend gebe es Raclette, verrät sie. Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) telefoniert zu Weihnachten und zwischen den Jahren gern und mag Besuche lieber als Postkarten zu schreiben. Am 24. Dezember verschwindet sie nach dem Schmücken des Weihnachtsbaums mit den 13-jährigen Zwillingen in der Küche: Für Salat und Würstchen zu Heiligabend, Ente mit den Eltern an den Feiertagen. „Es ist ein bisschen ein Fressfest“, gibt sie zu.

Caffier schaut bei Polizisten vorbei

Für Innenminister Lorenz Caffier (CDU) ist der 24. Dezember mit Terminen vollgestopft. Von früh bis mittag feiert er Geburtstag, besucht aber traditionell auch Polizisten in ihrer Dienststelle. „Dann wird der Hebel umgelegt“, sagt er. Weihnachten kommt die ganze Familie mit vier Kindern und fünf Enkeln zusammen. Um das Essen – Kartoffelsalat und Würstchen an Heiligabend, Gans am ersten Feiertag – kümmern sich seine Frau und ihre Schwester. Weihnachtskarten zu verschicken ist für Caffier ein Muss. Er verschickt aber auch gern elektronisch Video-Sequenzen seines Orgelspiels. Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) schreibt zu Weihnachten ebenfalls noch Karten händisch. Dafür hüte sie noch ein ganz klassisches Adressbuch. Weihnachten werde mit ihren Eltern sowie ihrer Schwester mit Mann, die aus Israel anreisen, gefeiert, sagt sie. Am ersten Feiertag brate ihr Mann jedes Jahr eine Gans. Dann gehe es mit der ganzen Familie zum Strandspaziergang nach Kühlungsborn.

Backhaus schreibt noch Grüße auf Papier

Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) und seine Frau delegieren das Schreiben von Weihnachtskarten kurzerhand an die siebenjährige Tochter. Er finde das richtig, weil er schon als Minister 300 bis 400 Kartengrüße verschicke, sagt Brodkorb. Jeder habe zudem nur eine Person zu beschenken. Wen, das entscheidet das Los. Auf den Minister entfiel die Schwiegermutter, die hinter der Idee steckt. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) verbringt das Fest im Kreise der Familie – die Großeltern und Geschwister kommen dazu. Karten zu schreiben braucht er nicht mehr. „Da die „Großfamilie“ bei uns ist, gibt es keine größere Zahl von Weihnachtspostadressaten mehr“, sagt der Minister. Agrarminister Till Backhaus (SPD) schreibt noch Grußpost auf Papier. Traditionell geht es an Heiligabend mit Frau und Kindern in die Kirche, und nach der Bescherung gibt es zum Abendessen „diesmal Würstchen und Salat, weil das wenig Arbeit macht“. Am ersten Feiertag brutzele im Ofen eine selbstaufgezogene Bio-Pute.

Birgit Sander

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