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Rostock Rostocker Schandfleck wartet auf Abriss
Mecklenburg Rostock Rostocker Schandfleck wartet auf Abriss
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11:40 12.09.2019
Die alte Kaufhalle im Hüerbaasweg soll abgerissen werden. Das Grundstück gehört der Hansestadt, das Gebäude allerdings der Firma Lutter Immobilien. Quelle: Claudia Labude-Gericke
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Rostock

Butter, Milch und Gemüse gibt es im Hüerbaasweg schon lange nicht mehr. Seit Mitte der 90er Jahre ist die alte Brinckmansdorfer Kaufhalle Geschichte. Anwohner fürchten, dass das Gebäude weiter zum Schandfleck des Stadtteils verkommt. Dabei wirkt es nur so, als sei es leer. „Die alte Kaufhalle wird genutzt, unter anderem als Lagerfläche“, sagt Kay Lutter von der gleichnamigen Rostocker Immobilienfirma, der das Objekt gehört.

Das Unternehmen hätte selbst ein Interesse daran, den alten Konsum abzureißen. Wie Lutter erklärt, gebe es einen Bebauungsplan für die Schaffung von Wohnhäusern am Standort Hüerbaasweg. Details seines Konzeptes will der Geschäftsführer nicht verraten und verweist stattdessen an das Rostocker Rathaus.

Ausschreibung erfolgt, aber noch nicht ausgewertet

Nach der Wende sei das Grundstück durch eine sogenannte Vermögenszuordnung an die Hansestadt gegangen. „Jedoch nur der Grund und Boden, nicht die darauf stehende Immobilie“, sagt Ulrich Kunze. Laut Auskunft des Stadtsprechers bietet die rund 4100 Quadratmeter große Fläche Platz für zwei Doppel- oder drei Einfamilienhäuser. Eine Ausschreibung des Grundstücks sei bereits erfolgt. „Die Auswertung ist jedoch noch nicht abgeschlossen“, so Kunze. Auch Preise würde er nicht bekanntgeben.

Zur Vorbereitung des ausgeschriebenen Baufeldes seien auch bereits Baumfällungen erfolgt – unter Berücksichtigung der entsprechenden Schutzzeiten und um weitere Verzögerungen nach einem möglichen Verkauf zu vermeiden. Ob und wann es aber dazu kommt, sei derzeit noch nicht abzusehen.

Ortsbeirat fordert endlich Klarheit

Im Stadtteil ist der Zustand des Grundstückes immer wieder Thema. Anwohner kritisieren, dass der frühere Konsum ein beliebtes Ziel von Sprayern sei, zudem würde Müll abgelagert und die Fläche von Wildpinklern genutzt. „Wir wissen nicht, woran es liegt, dass sich die Eigentümer von Grundstück und Immobilie nicht einig werden. Oder warum es keine anderen Investoren gibt. Aber wir wollen endlich Klarheit, wie es vor Ort weitergehen soll“, sagt Ortsbeiratsvorsitzender Karl Scheube (SPD), der zu diesem Problem nun erneut den Kontakt mit der Stadt suchen will.

Von Claudia Labude-Gericke

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