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Rostock Kehrt der Kalte Krieg zurück?
Mecklenburg Rostock Kehrt der Kalte Krieg zurück?
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05:00 30.06.2018
In das Multifunktionsgebäude der Marine in Rostock zieht auch das neue Hauptquartier für den Kriegsfall ein. Quelle: Architekten Bastmann + Zavracky
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Rostock

Die Wände sind gegen alle mögliche Spähattacken von außen geschützt, innen drin wird striktes Handy- und Fotoverbot gelten: Die Marine errichtet gerade in Rostock für 66 Millionen Euro ein neues Multifunktionsgebäude. Ende 2021 soll der Bau abgeschlossen sein, bis 2025 dauert die technische Ausrüstung.

Das Gebäude wird unter anderem Deu-Mafor („German Maritime Forces“, deutsche Marine Streitkräfte) beherbergen, eine Art neues, taktisches Hauptquartier für den Ernstfall. Von den 105 Offizieren, die hier arbeiten werden, kommen 25 aus anderen Nato-Ländern.

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Diese Einheit, die gerade entsteht, ist Teil eines Kurswechsels der Marine. Statt vorwiegend in fernen Gefilden Piraten zu vertreiben, rückt der Kriegsfall vor der eigenen Haustür wieder ins Sichtfeld. Grund dafür sind die Anspannungen mit Russland. Die baltischen Staaten befürchten nach der Besetzung der Krim ein ähnliches Schicksal.

Die Ostsee ist Schauplatz dieses schwelenden Konflikts. „Wir sind keine Kriegstreiber, sondern erfüllen unseren verfassungsgemäßen Auftrag“, sagt Volker Blache. Der Kapitän zu See ist für den Aufbau von Deu-Mafor verantwortlich.

Kleine Wördemann Gerald

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