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Rostock Kommando zurück: „Aidaprima“ muss wieder ins Dock
Mecklenburg Rostock Kommando zurück: „Aidaprima“ muss wieder ins Dock
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06:06 28.07.2015
Die „Aidaprima“ muss die Außenpier auf der Mitsubishi-Werft bei Nagasaki wieder verlassen. Wegen einer Taifunwarnung muss das Schiff zurück ins Trockendock. Die Probefahrt wurde verschoben. Quelle: Aida Cruises
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Rostock

Die erste Probefahrt der „Aidaprima“ ist von der japanischen Mitsubishi-Werft bei Nagasaki abgebrochen worden. Wegen einer Taifunwarnung, wie die Rostocker Reederei Aida Cruises mitteilt. Aus Sicherheitsgründen habe die Werft das 300 Meter lange Schiff vom Außenkai ins Trockendock zurückverlegt, hieß es.

Die Internetplattform Schiffe und Kreuzfahrt.de hatte ein Youtube-Video aus Japan veröffentlicht, das das neue Aida-Flaggschiff an der Außenpier zeigt. Ein Blogger hatte beobachtet, dass der Schornstein des Schiffes schon rauchte, das Schiff aber nicht auslief. Auf der Internetplattform war über Motorenprobleme spekuliert worden.

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Der Motorenhersteller Caterpillar bestätigte auf Nachfrage der OSTSEE-ZEITUNG, dass die Probefahrt kurzfristig abgesagt wurde. „An den Motoren lag das aber nicht“, sagte Caterpillar-Produktmanager Frank Starke. Das Unternehmen hatte im Juni zusätzliche Monteure nach Japan geschickt. Die in Rostock-Warnemünde gebauten Motoren mussten einer gründlichen Reinigung unterzogen werden, hieß es. Dabei seien Verschmutzungen „mit unklarer Herkunft“ beseitigt worden. „Fest steht, dass die Motoren bei der Abnahme auf dem Warnemünder Prüfstand einwandfrei liefen“, betont Hans-Ulrich Hölk, Mitglied der Caterpillar-Geschäftsleitung.

Der elfte und größte  Aida-Kreuzliner war erst am Mittwoch voriger Woche ausgedockt worden. Er soll am 3. Oktober zur Jungfernfahrt starten – mit mehr als einem halben Jahr Verspätung. Die japanische Werft hat offensichtlich erhebliche Probleme beim Bau des Serien-Neulings. Er wird nicht nur später fertig, sondern auch viel teurer als geplant. Die nächsten Aida-Schiffe sollen wieder in Papenburg (Niedersachsen) gebaut werden.



Elke Ehlers