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Rostock Konzerte im Iga-Park: Polizei fordert neue Sicherheitskonzepte
Mecklenburg Rostock Konzerte im Iga-Park: Polizei fordert neue Sicherheitskonzepte
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05:30 14.06.2019
Mark Forster bei einem Konzert in Rostock: Am Sonnabend tritt der Musiker vor mehr als 10 000 Fans im Iga-Park auf. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Rostock

Die Vorfreude bei Rostocks Musikfreunden ist riesig: Roland Kaiser, Mark Forster, Klassik-Nacht im Kraftwerk und als krönender Abschluss Rammstein – an diesem Wochenende gibt es in der Hansestadt für jeden Musikgeschmack genau das Richtige. Doch während die Fans den Konzert-Marathon kaum abwarten können, ist die Stimmung bei Rostocks Ordnungshütern eher gedämpft: Die Polizei hat im Vorfeld der Konzerte bessere Verkehrs- und Sicherheitskonzepte für die Großveranstaltungen gefordert. Vor allem für Feste im Iga-Park.

Revierleiter wendet sich an Rathaus-Spitze

Vor wenigen Tagen hatte Stefan Damrath, Leiter des auch für den Iga-Park zuständigen Polizeireviers in Lichtenhagen, einen Sorgen-Brief an das Rathaus geschickt. Zum genauen Inhalt des Schreibens wollen sich weder die Polizei, noch die Stadtverwaltung äußern. Nach OZ-Informationen hat Damrath aber gleich mehrere Themen angesprochen – unter anderem die Brücken im Park. Die Polizei habe nämlich Sorge, dass die vielen kleinen Querungen in der Grünanlage den Besucherströmen bei den Konzerten nicht gewachsen seien. Und: Auch der Verkehr bereitet den Ordnungshütern Kopfzerbrechen. Bei vergangenen Veranstaltungen seien wiederholt Rettungswege zugeparkt gewesen, auf den Straßen gab es vor und nach den Konzerten lange Staus, von den Anwohnern gab es reihenweise Beschwerden. Das Rathaus reagierte prompt, lud Polizei, Veranstalter und Geschäftsführung des Iga-Parks zum Krisengipfel.

Neue Konzepte für den Park

Gemeinsam wurden die Sicherheitskonzepte für alle drei großen Events am Wochenende nochmals überprüft: „Die Veranstaltungen sind gut vorbereitet“, ließen sowohl Damrath als auch Rostocks Vize-Oberbürgermeister Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) anschließend ausrichten. „Das Ostseestadion und der Iga-Park sind bewährte Veranstaltungsorte in unserer Stadt, die auch ausreichend Platz für höhere Besucherzahlen bieten“, so der Senator.

Dennoch ließen die Partner nachbessern – vor allem in puncto Verkehr: Nadine Fuhrhop, Sprecherin der Deutschen Bahn AG in Berlin, bestätigte, dass Rostock zusätzliche S-Bahnen für die Zeiten vor und nach den Konzerten bestellt habe. Allein rund um das Rammstein-Konzert setzt die Bahn acht zusätzliche S-Bahnen ein, beim Roland Kaiser-Auftritt immerhin fünf. Auch die Stadt setzt zusätzliches Personal ein: „Der Kommunale Ordnungsdienst wird für die Freihaltung der Rettungswege und Aufstellflächen Sorge tragen“, sagt Müller-von Wrycz Rekowski. Im Klartext: Wer Rettungskräfte behindert, wird abgeschleppt. Sowohl Polizei als auch Rathaus fordern die Konzertbesucher auf, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen: „Dennoch werden sich Staus nach den Konzerten bei der Anfahrt von den Veranstaltungsräumen sicher nicht ganz vermeiden lassen.“

Wetter im Blick

Ein Problem können die Behörden indes nicht vorab lösen: Der Wetterbericht sagt für das Wochenende zwar Sommerwetter mit Temperaturen von weit über 20 Grad voraus. Für den Sonnabend – den Abend des Mark Forster-Konzerts – jedoch werden Gewitter erwartet. Beim Rammstein-Konzert am Mittwochabend in Dresden musste wegen Unwettern kurzzeitig sogar der Innenraum des Stadions geräumt werden. Das könnte auch für den Forster-Auftritt im Park drohen: „Das Brandschutz- und Rettungsamt wird die aktuellen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes bewerten und möglicherweise notwendige weitere Vorkehrungen veranlassen“, so Müller-von Wrycz Rekowski.

Park arbeitet an neuen Konzepten

Die Polizei erwartet für die Zukunft aber Nachbesserungen vom Iga-Park: „Wenn der Park wie angekündigt mehr Konzert ausrichten will, müssen die Strukturen und Konzepte angepasst werden. Auch wir wünschen uns, dass jeder Besucher ein tolles und sicheres Konzerterlebnis hat. Bisher aber waren die offensichtlichen Probleme nicht gelöst“, so Rostocks Polizeisprecherin Dörte Lembke. Erst im Mai hatten die Messe- und Stadthallengesellschaft „in Rostock“ und der Iga-Park eine engere Kooperation vereinbart. In diesem Jahr treten in Schmarl noch Namika (29. Juni), Uwe Steimle (6. Juli), Angelo Kelly (2. August), Gregor Meyle (3. August), Helge Schneider (16. August), Lea, Dritte Wahl und Madsen (6.-8. September) auf. Für eine Schlagerparty namens Rostock Olé sollen am 20. Juli neben Michael Wendler und Pietro Lombardi auch Klaus & Klaus, Michelle sowie Jürgen Drews in den Park kommen.

Iga-Park-Geschäftsführer Matthias Horn weist einen Teil der Kritik zurück: Die Brücken im Park etwa seien kein Problem. „Der Park war zu den Zeiten der Internationalen Gartenbauausstellung für 20000 Gäste am Tag ausgelegt. Das gilt auch für die Brücken.“ Aber ja: Die Park-Gesellschaft werde ihre Konzept überarbeiten. „Wir nehmen die Hinweise der Sicherheitsbehörden natürlich ernst.“

Claudia Labude-Gericke und Andreas Meyer

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