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Rostock Kriegsgräberfürsorge: Madsen sammelt für den guten Zweck
Mecklenburg Rostock Kriegsgräberfürsorge: Madsen sammelt für den guten Zweck
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07:00 30.10.2019
Für Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (r.) ist es das erste Mal: Er sammelt Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Rostocker Jens Schuldt (51, v.l.) und Torsten Harms (57) geben gerne etwas. Quelle: Maria Baumgärtel
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Rostock

„Zehn Euro habe ich schon.“ Mit diesen Worten betrat Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) gestern gut gelaunt das Protokollzimmer des Rostocker Rathauses und steckte den Schein in seine Sammelbüchse. Traditionell wird dort der Auftakt für die alljährliche Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge begangen. Vertreter der Kirche, der Marine, der Polizei und der Universität versammelten sich, um anschließend in den Straßen der Rostocker Innenstadt auf Spendenjagd zu gehen.

„Ich habe das noch nie gemacht. Für mich ist das also eine ganz neue Erfahrung“, erzählt Madsen. Er finde es großartig, dass Menschen sich ehrenamtlich für die Kriegsgräberfürsorge engagieren und fügt lachend hinzu: „Da werden die Bürger Spaß haben, wenn der Bürgermeister jetzt auch noch Geld sammelt.“ Trotzdem findet er schnell bereitwillige Spender, so wie die beiden Rostocker Jens Schuldt (51) und Torsten Harms (57). „Ich gebe gern etwas. Vor allem, weil ich durch meine familiäre Geschichte einen persönlichen Bezug dazu habe“, berichtet Schuldt.

Sie sammeln Geld für die Kriegsgräberfürsorge: Katja Ladentin vom Bundeswehrdienstleistungszentrum (v.l.), Anja Kosmalla von der Bundespolizei, Karsten Schneider, Konteradmiral der Deutschen Marine, Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen, Ralf Scheiner, Leiter der Bundespolizeiinspektion Rostock, Florian Lübeck, Kommandeur des Marinestützpunktes Rostock, und Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock. Quelle: Maria Baumgärtel

800 Kriegsgräberstätten in ganz Europa

Ralf Scheiner, Leiter der Bundespolizeiinspektion Rostock, verhaftet gleich seine Kollegen von der Landespolizei, als diese auf Streife durch die Fußgängerzone sind. Es raschelt in der Sammelbüchse. Ebenso füllt sich rasch die Dose von Florian Lübeck, Fregattenkapitän und Kommandeur des Marinestützpunktes Rostock. Es macht Eindruck auf die Passanten, wenn geballt so viele uniformierte und hochrangige Personen durch die Straßen ziehen, um Spenden für den guten Zweck zu sammeln.

Der Verein „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ kümmert sich seit 1919 um die Erfassung und die Pflege von Kriegsgräbern deutscher Gefallener – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Über 800 Kriegsgräberstätten werden so mittlerweile betreut. Eine weiteres wichtiges Ziel des Vereins ist es aber auch, für eine europäische Verbrüderung zu sorgen und jungen Menschen die Geschichte näherzubringen sowie das Andenken an die Kriegstoten zu bewahren. Dazu wurden in ganz Europa friedenspolitische Projekte ins Leben gerufen. 70 Prozent der Arbeit wird dabei durch Spenden finanziert. Die diesjährige Straßensammlung läuft noch bis zum Totensonntag, dem 24. November.

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Von Maria Baumgärtel

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