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Rostock Kritik: Rostocks Senator zu oft auf Dienstreise
Mecklenburg Rostock Kritik: Rostocks Senator zu oft auf Dienstreise
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06:18 05.11.2015
Holger Matthäus (Grüne) ist Rostocks Umweltsenator. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Vier Wochen nach seiner Wiederwahl zum Rostocker Bau- und Umweltsenator gerät Holger Matthäus in die Kritik.  Führungskräfte im Rathaus werfen dem Grünen vor, seit der Anfang September kaum noch im Büro gewesen zu sein. Stattdessen sei Matthäus – mitten in der Flüchtlingskrise – „ständig“ auf Dienstreisen.

„Das stimmt so nicht“, verteidigt sich der Senator. Er sei seit der Wahl nur zwei Mal dienstlich auf Reisen gewesen – unter anderem bei einer Tagung von grünen Kommunalpolitikern in Berlin. „Dort ging es um Wohnungsbau und Flüchtlingspolitik. Zwei Themen, die auch in Rostock absolut aktuell und dringend sind.“ Anfang der Woche war Matthäus dann nach Bonn gereist. Zum Treffen der „Climate Allianz“, deren Präsident er ist. Kommende Woche will Matthäus dann zu einem Energiesymposium nach Stralsund, Mitte November geht es nach Essen (Umweltausschuss des Städte- und Gemeindetages) und im Dezember nach Wetzlar (Bauausschuss des Städte- und Gemeindetages). „Ich vertrete dort die Stadt und unser Bundesland.“

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Zudem habe Matthäus einige Tage Urlaub gehabt: „Das ist mir wohl nach der Hängepartie im Vorfeld der Wiederwahl vergönnt.“ Er sei aber telefonisch und via Email immer erreichbar gewesen. „Ich reagiere auch nachts und an Wochenenden.“ Die Kritik empfindet der Umweltsenator als ungerecht. Zumal ihm vorgeworfen wird, in der Flüchtlingskrise seine Senatskollegen Steffen Bockhahn (Linke/Soziales) und Chris Müller (SPD/Ordnung) im Stich gelassen zu haben.



Sternberg, Thomas