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Rostock Kuchen am Strand: Rostock feiert den Tag der offenen Gesellschaft
Mecklenburg Rostock Kuchen am Strand: Rostock feiert den Tag der offenen Gesellschaft
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18:02 14.06.2019
Ellen Jahr Quelle: Privat
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Rostock

Fleißig werkelt Ellen Jahr in der Küche. Holt Mehl, Zucker und Schokotropfen aus dem Schrank und gibt die Zutaten in eine große Schüssel. Nachdem sie alles kräftig durchgemixt hat, füllt sie den Teig in die Förmchen. Nur noch wenige Handgriffe und die Muffins sind fertig. „Ich habe ganz spontan entschieden, was ich für morgen vorbereite. Einfach das, worauf ich gerade Lust hatte“, meint die 21-Jährige und wirft einen kurzen Blick in den Ofen.

Sie ist schon ganz gespannt, denn am Samstag heißt es wieder: Tische aufstellen, Stühle raus, gemeinsam reden, essen und feiern. In ganz Deutschland wird bereits zum dritten Mal der Tag der offenen Gesellschaft zelebriert. Tausende Menschen feiern die Demokratie und setzen ein Zeichen für Freiheit, Offenheit, Vielfalt und Freundschaft. Auch im Ostseebad Warnemünde wird eine festliche Tafel mit zahlreichen Speisen hergerichtet. Für die Studentin der perfekte Anlass, ihr neues Rezept auszuprobieren. Mit ihren goldbraunen Küchlein möchte sie einen kleinen Beitrag leisten und anderen eine Freude bereiten.

Gemeinsam ein Zeichen setzen

„Ich bin neugierig, wie es sein wird“, sagt Jahr voller Vorfreude. Es ist das erste Mal, dass sie an dieser Veranstaltung teilnimmt. Als Referentin für Nachhaltigkeit und Infrastruktur im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität Rostock beschäftigt sie sich regelmäßig mit solchen Projekten. „Ich finde die Idee dahinter toll. Auf einfache Weise wird damit ein Zeichen für Toleranz und Offenheit gesetzt“, so die Rostockerin. Aus diesem Grund habe sich der AStA dazu entschieden den Brunch in das Programm seiner Nachhaltigkeitswoche mit aufzunehmen.

Festtafel am Strand

Organisiert wird das Zusammenkommen am Warnemünder Strand vom Verein Ökohaus Rostock. „2018 haben wir ebenfalls eine kleine Tafel aufgebaut und die Leute versucht auf die Bedeutung des Tages aufmerksam zu machen“, berichtet Gregor Mandt, der im Verein tätig ist. Knapp 30 Gäste nahmen das Angebot wahr.

Mit weißen Decken, bunten Blumen und vielen Leckereien soll auch in diesem Jahr ein gemütliches Ambiente für ein schönes Treffen geschaffen werden. „Wir wollen die Menschen auf diesen Tag aufmerksam machen und sie dazu einladen sich mit uns hinzusetzten und einfach ausgelassene Gespräche zu führen“, meint Mandt. „Wir sind schließlich alle Mitglieder einer Gesellschaft, egal woher wir stammen.“

Bundesweites Interesse

In ganz Deutschland ist dieser Tag ein großes Thema. Bundesweit haben sich mehr als 450 Tische angemeldet, an denen Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenkommen werden. Zehn davon in Mecklenburg-Vorpommern. Ob in Rostock, Pasewalk, Schwerin oder Parchim in den unterschiedlichsten Städten werden die Leute zu einem gemeinsamen Mahl geladen.

„Die Europawahl hat veranschaulicht: Es gibt viel Gesprächsbedarf. Zwischen den Generationen. Zwischen Stadt und Land. Zwischen denen, die eine offene Gesellschaft in Europa wollen und denen, die sich von ihr abwenden“, sagt Philip Husemann, Geschäftsführer der Initiative Offene Gesellschaft. „Die mit 61,4 Prozent höchste Wahlbeteiligung seit 25 Jahren zeigt aber auch: Es gibt eine neue Freundschaft zur Demokratie. Die Jüngeren haben Bock auf Gestalten. Nutzen wir die Aufbruchsstimmung für eine bessere Zukunftsdebatte.“

Eine Ansicht, die auch Gregor Mandt teilt. Er hofft, dass sich am Sonnabend viele Menschen zusammenfinden und gemeinsam Flagge für eine offene Gesellschaft zeigen. „Je mehr Leute kommen, desto schöner. Jeder ist herzlich willkommen – mit oder ohne Essen.“ Eine Einladung, die sich Ellen Jahr bestimmt nicht zwei mal sagen lässt. Sie wird gleich mehrere Freunde mitbringen und hofft: „Dass sich im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche einige andere Studenten für das Thema begeistern lassen.“

Susanne Gidzinski

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