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Kultur Im dunklen Tann von Markgrafenheide
Mecklenburg Rostock Kultur Im dunklen Tann von Markgrafenheide
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19:45 27.08.2019
Arne Feuerschlund wird auftreten – Sorgen ob der Waldbrandwarstufe brauchen sich die Besucher nicht zu machen, heißt es.
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Markgrafenheide

Der Spaß beginnt, wenn kein Licht mehr da ist. „Deshalb braucht niemand eine Taschenlampe mitbringen, wenn es bei Einbruch der Dunkelheit in den Wald geht“, sagt Jörg Harmuth. Der Forstamtsleiter im Stadtforstamt Rostock und zwei Kollegen führen am Sonnabend Gäste bei der Wald-Kultur-Nacht in den dunklen Wald. „30 bis 45 Minuten gehen wir ins Revier – es ist interessant, wie anders der Wald bei Dunkelheit wirkt und was man dann wahrnimmt.“

Eingebettet sind die Wanderungen zu ungewöhnlicher Zeit in ein Programm, das in Markgrafenheide um 19 Uhr startet und um 23 Uhr endet. An vier Stationen ist etwas los: am Parkplatz Borwin (Höhe Warnemünder Str. 10), am Hotel „Godewind“ (Warnemünder Str. 5), an der Touristinformation (Warnemünder Str. 3), am „Dünenhotel am Meer“ (Dünenweg 28). Das Kulturerlebnis wird zum zweiten Mal organisiert und soll im zweijährigen Turnus im Wechsel mit dem bereits etablierten Waldtag stets im Spätsommer stattfinden –als „saisonverlängerndes Event“, wie es in der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde heißt. Lagerfeuer, Feuershow mit Arne Feuerschlund, Keramik- und Goldschmiedekunst gehören zum Abend ebenso wie unter anderem Musik von Absolventen der Hochschule für Musik und Theater (HMT), die LED Hoop Show „Lichtgestalten“, fantasievolle Stelzenläufer oder die Bodypainting-Weltmeisterin Claudia Kraemer mit ihrer Live-UV-Kunst „Der Wald und seine Vielfalt leuchtend auf der Haut“. Dazu ist eine Wildkräuterküche und eine Märchenwanderung mit der Hexe Küboschka geplant.

Hochgewachsene Gestalten bei der Wald-Kultur-Nacht. Quelle: Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde
Forstamtsleiter Jörg Harmuth zeigt auf eine Buche. Quelle: André Horn

„Die Augen gewöhnen sich schnell an die Dunkelheit“, weiß Förster Jörg Harmuth. „Die sinnliche Wahrnehmung ist aber anders als am Tag.“ Es gebe andere Geräusche und Stimmungen. Viele Tiere werden nachts mobiler, die Vögel ruhiger. „Die Jäger sagen: nachts werden die Stubben lebendig.“ Soll heißen, was in der Schattenwelt etwa wie ein Mensch aussieht oder ein Kobold, ist in Wirklichkeit ein Baumstumpf. Und was ist mit den Wildschweinen, die über die Wege laufen? Der Förster lächelt. „Vielleicht hören wir sie rascheln.“

www.rostock.de/wald-kultur-nacht

Von Klaus Amberger

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