Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Kunden an der Küste knausern beim Trinkgeld
Mecklenburg Rostock Kunden an der Küste knausern beim Trinkgeld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:42 08.09.2015
Kellner und Kellnerinnen haben das Nachsehen: Immer öfter kommt es vor, dass Gäste beim Trinkgeld knausern. Quelle: Archiv
Anzeige
Rostock

Vor allem Kellner, aber auch Taxifahrer und andere Servicekräfte spüren es schmerzlich: Kunden sparen zunehmend beim Trinkgeld. Waren früher fünf bis zehn Prozent üblich, ist es heute oft nicht einmal halb so viel. „Beim Trinkgeld gibt es einen ganz starken Einbruch“, sagt Hannelore Dolinga vom Restaurant „Stilbruch“ in Rostock.

Matthias Dettmann vom Dehoga-Landesverband betont: „Mit dem Trinkgeld belohnt der Gast den besonderen Einsatz beim Service oder in der Qualität.“ Kürze der Gast beim Trinkgeld, sei war er vielleicht „mit der Leistung nicht hundertprozentig zufrieden“ gewesen, räumt Dettmann ein.

Anzeige

Das klingt auch bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) an. Einsparungen beim Personal und steigender Arbeitsdruck würden manchmal dazu führen, dass der Gast Abstriche im Service bemerke „und unzufrieden ist“, heißt es. Oft seien Kunden auch durch die Spezialisierung im Restaurant verunsichert. „Ein Kollege bedient, der andere kassiert. Da wissen Gäste manchmal nicht, ob das Trinkgeld bei dem ankommt, für den es gedacht ist.“



Elke Ehlers