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Rostock Kunstausstellung: Norwegens Landschaft in Warnemünde
Mecklenburg Rostock Kunstausstellung: Norwegens Landschaft in Warnemünde
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16:09 07.05.2019
Erwin (63) und Susanne Scharf (60) schauen sich die Ausstellung "Steigen" an. Quelle: Susanne Gidzinski
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Rostock

 Noch ehe die Türen des Edvard-Munch-Hauses pünktlich um 12 Uhr öffnen, stehen schon die ersten Besucher vor dem 300 Jahre alten Fischerhaus. Erwin und Susanne Scharf sind aus Ludwigsburg bei Stuttgart angereist und verbringen ihren Urlaub in Warnemünde. Bevor es wieder in die Heimat zurückgeht, wollen die beiden unbedingt noch einmal gemeinsam die ehemalige Arbeitsstätte des berühmten Künstlers erkunden. „Ich war vor ein paar Jahren schon hier und habe mir eine Ausstellung angeguckt. Diesmal war klar, dass wir das Haus zusammen besichtigen müssen“, berichtet der Erwin Scharf.

Während ihr Ehemann sich im Garten umschaut, wo ein rund 150 Jahre alter Birnenbaum blüht, betrachtet Susanne Scharf die Bilder im Ausstellungsraum. „Sehr schön sieht das aus und so idyllisch“, meint die Urlauberin.

Zwischen Bergen und Wäldern

An den Wänden hängen gerahmte Werke der beiden international bekannten Künstler Christiane Wartenberg und Ingar Krauss. Die Grafikerin und der Fotograf haben im Sommer 2017 einige Wochen in Norwegen verbracht, wo sie für diese Ausstellung inspiriert wurden. Für beide Künstler war Norwegen Neuland, das zu entdecken galt. „Wenn man die Bilder so sieht, bekommt man direkt Lust in der Landschaft herumzuspazieren“, sagt Galeristin Rita Helm.

Unberührte Natur, der traditionelle nordische Stockfisch und verschiedenste Gesteinsformen untermalt mit Wortfetzen des norwegischen Dramatikers Jon Fosse nehmen die Betrachter mit auf eine Wanderung durch die Landschaft und Kultur Norwegens. „Die Künstler haben das Steiger Inselreich erkundet und mit ihren eigenen bildnerischen Mitteln reflektiert“, erklärt Helm.

Während Ingar Krauss das Erlebte anhand von analoger Fotografie festhält, hat Bildhauerin Christiane Wartenberg mit sogenannter Kaltnadelradierung gearbeitet. „Alles ist perfekt in Szene gesetzt und harmoniert“, betont die Galeristin. Die Ausstellung in schwarz-weiß mit dem Titel „Steigen“ kann noch bis zum 26. Mai besichtigt werden.

Kammerkonzerte im Ausstellungsraum

„Darüber hinaus sind in diesem Jahr noch drei weitere Ausstellungen angedacht“, verrät Rita Helm. Deutlich mehr als noch in den vergangenen Jahren. „Wir wollen unseren Gästen viel Abwechslung bieten. Nach Möglichkeit werden hier auch noch ein paar Buchlesungen stattfinden.“ Ein ganz besonderes Highlight könnten zudem die geplanten Kammerkonzerte sein. „Die wollten wir schon länger wieder einführen. Ich hoffe, dass es uns in diesem Jahr endlich gelingen wird“, meint Helm. Bereits in früheren Zeiten soll es Klavierkonzerte im großen Ausstellungsraum des alten Fischerhauses gegeben haben. „Das wird toll, wenn wir das wieder aufleben lassen“, schwärmt die Galeristin, während sie durch ein altes Gästebuch blättert.

Zahlreiche Besucher haben sich darin verewigt. Angereist aus Australien, den USA oder Belgien – „Zu uns kommen Gäste aus aller Welt, denn wir sind das einzige Munch-Haus jenseits von Oslo“, berichtet Helm. „Wir bieten zudem immer auch Führungen an. Selbst für eine Person.“

Das Kunsthaus

Von Mai 1907 bis Oktober 1908 lebt der norwegische Maler Edvard Munch (1863-1944) im Ostseebad Warnemünde. Im Fischerhaus Am Strom 53 erholt er sich von einer tiefen Lebenskrise und verbringt hier 18 künstlerisch äußerst produktive Monate.

Insgesamt 60 Gemälde und zahlreiche Zeichnungen und Radierungen fertigte er in dem 300 Jahre alten Fischerhaus.

Im Jahre 1990 wird das aus dem 17. Jahrhundert stammende Haus unter Denkmalschutz gestellt. Um das Andenken an Edvard Munch zu pflegen und das historisch interessante Fischerhaus zu bewahren, gründet sich im Dezember 1994 der Förderverein Edvard-Munch-Haus e.V. Warnemünde.

Am 11. Mai feiert der Verein sein 21-jähriges Bestehen.

Das Edvard-Munch-Haus hat Donnerstag bis Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

Susanne Gidzinski

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