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Rostock Kurs vertreibt die Angst vor Facebook
Mecklenburg Rostock Kurs vertreibt die Angst vor Facebook
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07:03 25.10.2013
Frank Koebsch (53) erklärt den Teilnehmern seines Facebook-Kurses geduldig alle Facetten des sozialen Netzwerks. Quelle: Astrid Rasch
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Rostock-Kröpeliner-Tor-Vorstadt

Die Rentnerin Helene Angelstein sitzt am Mittwochabend zusammen mit ihrem Bruder Helmuth Zwick (71) in einem Kurs der Volkshochschule (VHS) Rostock. Das Thema: Facebook. Die beiden Senioren möchten sich über das Netzwerk informieren. „Man hört immer davon — viel Gutes und viel Schlechtes. Wir möchten das verstehen“, sagt Helmuth Zwick. Zwei Reihen hinter ihnen hat Til Florian Steinbrückner zusammen mit seiner Schwester und seinem Vater Platz genommen. Auch der 14-Jährige besucht den Facebook-Kurs. „Ich möchte mich bei Facebook anmelden, weil viele meiner Freunde da sind. Aber meine Eltern wollten, dass ich vorher den Kurs mache“, erklärt er. Zwei Generationen in einem Kursraum.

Nichts Ungewöhnliches für Kursleiter Frank Koebsch (53). Denn vielen Menschen sei Facebook suspekt, seitdem das Netzwerk Schlagzeilen mit Datenlecks und schiefgelaufenen Geburtstagseinladungen machte. „Die Meinung, dass Facebook etwas Schlechtes, Gefährliches ist, kursiert“, sagt er.

Deswegen versuche er in dem Kurs, „Freude zu vermitteln und Ängste zu nehmen“. Das Publikum sei immer bunt gemischt, so Koebsch. Besonders viele Eltern und Großeltern kämen— entweder, um zu lernen, mit ihren Kindern im Netz zu kommunizieren, oder weil sie sich Sorgen um die Privatsphäre und den Datenschutz auf Facebook machten.

Frank Koebsch bemüht sich, alle Fragen geduldig zu beantworten. Man merkt den Teilnehmern die Skepsis an, Facebook zu nutzen und Inhalte ins Netz zu stellen. Koebsch erklärt daher, was Facebook macht: Es speichere Informationen, um Werbung zu verkaufen. „Also muss ich wissen, was ich preisgeben will — aber das gilt generell fürs Internet, nicht nur für Facebook“, sagt Koebsch. Über sogenannte Cookies sammeln Webseiten Infos über das Nutzerverhalten. Sucht man beispielsweise im Versandhandel nach Pullovern, wird man künftig Werbung für Kleidung erhalten. „Gehen Sie mit offenen Augen durch das Netz“, lautet der Rat des Facebook-Experten.

Gegen Datenmissbrauch gibt er auch konkrete Tipps: Nutzer sollten sich auf jeden Fall sichere Passwörter zulegen. Außerdem könne man bei Facebook einstellen, welche Informationen für wen sichtbar sein sollten — davon machten jedoch die wenigsten Gebrauch. „Auf Facebook kann grundsätzlich jeder alles sehen“, warnt Koebsch. Medienkompetenz sei daher im Umgang mit sozialen Netzwerken unerlässlich.

Wenn man Facebook richtig nutze, könne es eine tolle Möglichkeit sein, modern zu kommunizieren und zu netzwerken. Koebsch: „Im Internet sind alle Möglichkeiten vorhanden. Wie ich sie nutze, kann und muss ich selbst entscheiden.“

Neuer Standort am Kabutzenhof
Vor einem Jahr hat die Bürgerschaft den Umzug der Volkshochschule ins ehemalige Gebäude der Europäischen Wirtschafts- und Sprachenakademie (EWS) am Kabutzenhof 20a bewilligt. Die vorherigen Gebäude der VHS am Alten Markt und in Lütten Klein waren zum Teil in einem katastrophalen Zustand, weswegen der Umzug der Schule nötig wurde. 4,5 Millionen Euro mussten für den Ankauf des Gebäudes aufgewendet werden.

In der neuen VHS am Kabutzenhof wird es 29 Kursräume, einige Gruppenräume, ein Atelier, Gymnastikräume sowie Fachunterrichtsräume für Biologie und Physik geben. Außerdem werden für die Schule freies W-Lan, Beamer und multifunktionale Tafeln zur Verfügung gestellt. Ab dem 1. Januar 2014 wird das Gebäude am Kabutzenhof offiziell der VHS gehören. Dann werden Umbauarbeiten vorgenommen, unter anderem, um die Akustik zu verbessern.

Der Umzug aus der Außenstelle Lütten Klein soll im April 2014 abgeschlossen sein. „Die meisten Teilnehmer sind begeistert von dem neuen Gebäude“, sagt Horst Geyer, Leiter der Volkshochschule.

Einige Kurse, die traditionell in Lütten Klein stattfänden, sollten aber auch dort verbleiben. Man suche dafür nach Lösungen, so Geyer.

Astrid Rasch

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