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Rostock Landesmuseum für Rostock: SPD vor der Zerreißprobe
Mecklenburg Rostock Landesmuseum für Rostock: SPD vor der Zerreißprobe
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21:16 02.04.2019
Am Mittwoch entscheidet Rostocks Bürgerschaft, ob sich die Hansestadt mit bis zu 30 Millionen Euro am neuen Archäologischen Landesmuseum beteiligt. Quelle: OZ-Archiv
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Rostock

Am Mittwoch entscheidet die Bürgerschaft, ob der Traum vom Archäologischen Landesmuseum am Stadthafen wahr wird – oder ob er doch noch platzt. Die Fraktionen sollen über einen „Deal“ abstimmen, den Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) dem Land angeboten hat und der gestoppten Planungen wieder zum Laufen bringen soll: Die Hansestadt beteiligt sich mit 30 Millionen Euro am bis zu 100 Millionen Euro teuren Museumsbau, wenn das Land im Gegenzug 55 Millionen Euro für den Theater-Neubau bereitstellt. Doch der Pakt mit dem Land ist umstritten: Im Finanzausschuss gab es am Dienstagabend nur eine knappe Ein-Stimmen-Mehrheit für den Deal. Vor allem für Rostocks SPD wird die Abstimmung heute zur Zerreißprobe.

Zwei Lager in der SPD

Methling persönlich warb im Ausschuss um Zustimmung für den Pakt mit Schwerin: „In Schwerin, in Greifswald, in Waren an der Müritz – überall hat sich das Land an Museen beteiligt. Nur in Rostock bisher nicht.“ Das Archäologisches Landesmuseum sei daher eine einmalige Chance für die Stadt. Doch weshalb Rostock sich mit 30 Millionen Euro beteiligen soll und weshalb das mit dem Bau des neuen Theaters verknüpft wird – das verstehen viele Bürgerschaftsmitglieder nicht. Wie groß die Spannungen rund um den „Deal“ sind, zeigt sich vor allem innerhalb der SPD: Anke Knitter stimmte gegen die Übereinkunft. Das Verfahren sei „fragwürdig“, der Bau des Museums werde immer teurer und überhaupt liege ihr Methlings Vorschlag schwer im Magen. Knitter ist die Frau von SPD-Fraktionsgeschäftsführer Jochen Schulte. Schulte wiederum gilt als enger Vertrauter von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Und die hatte sämtliche Planungen für das Museums gestoppt.

Thoralf Sens hingegen sprach sich für den „Deal“ aus: Wenn Rostock 30 Millionen Euro für das Museum gibt, auf der anderen Seite aber 30 Millionen Euro „extra“ für das Theater bekommt, sei das ein Nullsummenspiel. „Wir wollten doch den Standort Stadthafen. Weil Rostock ein Museum will, dass internationale Strahlkraft hat.“ Die Landesregierung sei mehrheitlich nicht „Rostock-affin“, biete nun aber die Chance, beide Großprojekte zu realiseren. „Allein können wir das nicht wuppen.“ Sens gilt als Vertrauter von Schwesig-Widersacher und Finanzminister Mathias Brodkorb.

Für den Deal sprachen sich auch OB-Kandidat Uwe Flachsmeyer (Grüne) und Dieter Nesselmann (CDU) aus. Die Linke lehnt den Pakt mit Schwerin ab: „Wir wollen beide Neubauten, aber verstehen diese Verquickung nicht“, so Lisa Kranig.

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