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Rostock Festmahl für Obdachlose
Mecklenburg Rostock Festmahl für Obdachlose
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10:13 20.12.2018
Jan Leuchtenberger (links) von der Stiftung Wald& Wild und Landwirtschaftsminister Till Backhaus hatten Obdachlose am Mittwoch in Reutershagen zu Wildschweinbraten eingeladen. Quelle: Rolf Gauck
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Reutershagen

Obdachlose konnten in diesem Jahr in Reutershagen ein besonderes Festmahl genießen: Zu Wildschwein, Rotkohl und Klößen luden Landwirtschaftsminister Till Backhaus und die Stiftung Wald & Wild die etwa 70 Teilnehmer der traditionellen Weihnachtsfeier am Mittwoch ein. Die Mitarbeitenden des des Integrativen Betreuungszentrum im Hawermannweg servierten heißen alkoholfreien Punsch.In den Vorjahren hatte es traditionell Suppe gegeben.

Anders als sonst war auch der Rahmen der Veranstaltung: Statt in den langen Fluren der Verwaltung des Integrativen Betreuungszentrums wurde in einem großen Festzelt des Roten Kreuzes gegessen.

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Bei der Weihnachtsfeier sang außerdem der Chor der Gemeinde Luther-St.-Andreas gemeinsam mit den bedürftigen Frauen und Männern Weihnachtslieder. Sie haben häufig eine schwere Vergangenheit, Ausgrenzung, Gewalt oder gravierende Verluste erfahren, ihre Wohnung, ihre Familie und oft alles bis auf ihr Leben verloren.

„Den Bürgern in Deutschland ging es noch nie so gut und gerade darum ist es wichtig den Menschen Geborgenheit und Hoffnung zu geben für die die Tage oft voller Not sind.“ sagte Till Backhaus in seiner kurzen Begrüßung. Und er wünschte den Menschen, dass sie mit der Hilfe der Sozialarbeiter der Einrichtung wieder in ein Leben mit einer eigenen Wohnung zurückkehren. „Und vor allem wünsche ich Ihnen Gesundheit“ schloss er. Denn Gesundheit ist das, wir für viele Menschen in dieser schwierigen Lebenslage nicht selbstverständlich ist.

Vera Pürckhauer, Vorstand der Rostocker Stadtmission, freute sich über das Geschenk an die Menschen, die durch die Stadtmission betreut werden. „Obdachlose betreut die Rostocker Stadtmission seit 115 Jahren. In der kalten Jahreszeit ist es für Obdachlose jedoch wichtiger denn je, dass es unsere Angebote die Türen offenhalten. Dass es Orte gibt, wo sie heiße Getränke und Suppe oder einen Notschlafplatz erhalten. Für Obdachlose geht es während der Wintermonate im wahrsten Sinne des Wortes nur ums Überleben.“

Auch das gemeinsame Singen von Chor, prominenten Gästen, Mitarbeitenden und den etwa 70 Bewohnern die der Einladung folgten erwärmte die Herzen und das Zelt. Und das Miteinander bei Kerzenschein und köstlichem Essen schenkte Hoffnung und ließ den Geist der Weihnacht deutlich spürbar werden.

OZ

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