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Rostock Letzte Chance für Rettung der „Undine“
Mecklenburg Rostock Letzte Chance für Rettung der „Undine“
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08:02 22.08.2018
So könnte die „Undine“ nach städtischen Planungen auf der Helling der ehemaligen Neptun-Werft aussehen. Quelle: Hansestadt Rostock
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Rostock

Seit Jahren liegen die traurigen Reste des einstigen Bäderschiffs „Undine“ im Stadthafen vor dem Aida-Gebäude. Jetzt arbeitet die Stadt an einem Konzept, um den Rumpf zu retten. Neuer Standort soll die Helling auf dem früheren Gelände der Neptun werft werden. Die Zeit dafür wird allerdings knapp.

„Aus denkmalpflegerischer Sicht wäre es zu begrüßen, wenn sich die Hanse- und Universitätsstadt Rostock zur Erhaltung dieses wichtigen maritimen Denkmals bekennt“, sagt Stadtkonservator Peter Writschan.In der Vergangenheit hätten die sich die Denkmalpfleger immer wieder Vorwürfe zu ihrem Umgang mit dem maritimen Erbe Rostocks gefallen lassen müssen. Obwohl nur noch der Rumpf vorhanden sei, bleibe er ein wichtiges Zeugnis der Rostocker Schiffbaugeschichte, hatte Kulturamtschefin Michaela Selling in der Vergangenheit stets zum Thema „Undine“ betont.

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Für die Überreste gehe es nun um alles oder nichts, erläutert Peter Writschan. Genehmigungen und Versicherung laufen Ende des Jahres 2018 aus.Nach aktueller Planung soll der Schiffsrest auf der Helling am alten Standort der Neptun Werft an Land gebracht werden. Dort könnte die „Undine“ so hergerichtet werden, dass sie für kulturelle Zwecke genutzt werden kann, zum Beispiel als Außenstandort für ein technisches Museum. Eine Lounge an Deck könnte zum Beispiel auch für private Feiern zur Verfügung stehen. Um den Schiffsrest sicher an Land aufzustellen und zu konservieren benötigt das Kultur- und Denkmalamt etwa 600 000 Euro, rechnet Peter Writschan vor. Diese Summe stand bereits im Haushalt, sie wurde aber von der Politik erst einmal wieder gestrichen. Weiteres städtisches Geld wird im zweiten Bauabschnitt für den „Innenausbau“ nötig.

Niebuhr Thomas