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Rostock Flughafen Rostock-Laage: Linke fordert mehr Engagement des Landes
Mecklenburg Rostock Flughafen Rostock-Laage: Linke fordert mehr Engagement des Landes
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10:15 28.02.2019
Die Linke verlangt vom Land zusätzliche Finanzhilfen für den Flughafen Rostock-Laage, dem nach den Insolvenzen zweier Fluggesellschaften massive Einnahmeverluste drohen. Quelle: Jens Büttner/dpa
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Schwerin

Die Linke verlangt vom Land zusätzliche Finanzhilfen für den Flughafen Rostock-Laage, dem nach den Insolvenzen zweier Fluggesellschaften massive Einnahmeverluste drohen. „Für meine Fraktion steht es außer Frage, dass das Land seiner Verantwortung nachkommen muss und die Gesellschafter nicht auf höheren Verlusten sitzen bleiben dürfen. Die Deckungslücke muss das Land in den Jahren 2019 und 2020 schließen“, erklärte die Linken-Abgeordnete Mignon Schwenke am Mittwoch nach Beratungen im Energieausschuss des Landtags.

Das Gremium hatte einen Bericht des Infrastrukturministeriums zur Situation des Flughafens abgefordert. Das Ministerium wollte sich zum Inhalt der Unterrichtung nicht äußern. Eine Sprecherin verwies auf die Verlautbarung nach einem Krisentreffen am vergangenen Freitag in Schwerin. Darin hieß es: „Die Landesregierung und der Landkreis Rostock, die Stadt Laage sowie die Rostocker Versorgungs- und Verkehrsholding (RVV) als Gesellschafter des Flughafens arbeiten intensiv an einer gemeinsamen Lösung, damit der Flughafen Rostock-Laage seine langfristige Strategie weiter fortführen kann.“

Methling: Ohne Landesbeteiligung Krise nicht zu bewältigen

Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) erneuerte allerdings am Mittwoch seine Forderung, nach der das Land als Gesellschafterin in die Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH eintreten soll. Die Insolvenzen der Fluggesellschaften Germania und Flybmi hätten die Grenzen kommunaler Wirkungsmöglichkeiten aufgezeigt. Ohne eine Landesbeteiligung seien künftige Herausforderungen nicht zu bewältigen.

„Die Landesregierung als Ganzes muss nun Stellung beziehen, ob sie zu den Inhalten der sie tragenden Koalitionsvereinbarung steht oder ob es in Mecklenburg und Vorpommern in Wahrheit wirklich nur sogenannte Landratspisten gibt, die nichts weiter sind als nach vermeintlicher Größe gierende kommunale Prestigeprojekte“, heißt es in Methlings Mitteilung. Darin zitierte er auch aus der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU: „Der Flughafen Rostock-Laage ist als Regionalflughafen mit landeszentraler Bedeutung wesentlich für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Sicherung der luftverkehrlichen Anbindung des Landes über Rostock-Laage an das nationale und internationale Luftverkehrsnetz ist für die Verbesserung der Wirtschaftskraft und die Sicherung der Mobilitätsbedürfnisse der Bürger unabdingbar.“

Flughafen benötigt jährlich 2,5 Millionen Euro zusätzlich

Tourismus, Wirtschaft und Wissenschaft bräuchten für ihr Geschäft die Anbindung an die nationalen und internationalen Zentren, betonte Schwenke und unterstützte die Forderung der kommunalen Flughafen-Gesellschafter nach einer direkten Beteiligung des Landes. Das aber lehnt die Landesregierung, die jährlich eine Million Euro zum Verlustausgleich beiträgt, bislang rigoros ab. Der Flughafen, der im Vorjahr knapp 300 000 abgefertigte Passagiere zählte, ist pro Jahr auf Zuschüsse von insgesamt 2,8 Millionen Euro angewiesen.

Rostock-Laage wird im Sommer von Kreuzfahrtgesellschaften genutzt, um ihre Passagiere nach Warnemünde zu bringen. Das ist aber nur ein Teil des Fluggeschäfts. Nach dem Aus von Germania und Flybmi waren alle bisherigen Linien- und Pauschalflüge weggefallen. Daraufhin hatte die österreichische Fluggesellschaft Laudamotion angekündigt, von Mitte Juni an drei Mal wöchentlich die Strecke zwischen Laage und Palma de Mallorca zu bedienen. Außerdem will von Juli bis Oktober die Fluggesellschaft FlyEgypt jeweils dienstags Hurghada in Ägypten ansteuern. Nach Angaben von Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann fliegt die türkische Airline Corendon von Mitte April an zwei Mal wöchentlich Antalya an.

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Frank Pfaff / dpa