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Rostock Don-Bosco-Schule malt für den Umweltschutz
Mecklenburg Rostock Don-Bosco-Schule malt für den Umweltschutz
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17:32 22.10.2018
Der Berliner Künstler Michael Arantes Müller bringt den Schülern der Don-Bosco-Schule kreativ Umweltschutz näher.
Der Berliner Künstler Michael Arantes Müller bringt den Schülern der Don-Bosco-Schule kreativ Umweltschutz näher. Quelle: Anh Tran
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Südstadt

Farbenfrohes Projekt für den Umweltschutz: Am Montagvormittag besuchte der Berliner Künstler Michael Arentes Müller die Don-Bosco-Schule in der Südstadt. Er versuchte, den Heranwachsenden die Themen Klima, biologische Vielfalt und globale Verantwortung auf kreative Art und Weise näher zubringen. Schüler der siebten Klasse malten im Verlauf des Vormittags Bilder von Naturwäldern. Zuvor tauschten sie sich dazu aus und diskutierten.

Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) hat die Aktion angestoßen. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland und dem ehrenamtlichen Verein Klima-Bündnis organisierte er die Malaktion, die Teil des Förderprojektes „Speicher-Wald“ ist. Fachleute, wie Förster und Umweltschützer, diskutieren im Zuge des Projektes auf Tagungen über die Bedeutung von Wäldern für den Klimaschutz und entsprechende Maßnahmen. Die erarbeiteten Ideen werden dann in die Öffentlichkeit getragen. Projektleiterin, Katrin Jurisch, findet, dass auch die Aufklärung von Schülern wichtig ist. Diese wolle man spielerisch und kreativ erreichen. „Malen ist eine gute Form, die Themen zu vermitteln. Deshalb wollten wir solche Aktionen gerne umsetzen“, sagt sie.

Aufklärung auf der Leinwand

Während der Veranstaltung erarbeitete Projektleiterin Jurisch mit den Schülern zunächst verschiedene Themen. An der Leinwand sollten die Jugendlichen ihr Wissen dann umsetzen und in Gruppen Bilder zum Gelernten malen. Darunter Motive von schmelzenden Polkappen oder einfachen Wäldern bei Nacht. Michael Arantes Müller unterstützte sie dabei. Der Künstler denkt, dass das Malen eine aktive Auseinandersetzung mit der Thematik ermöglicht. „Das ist eine ganz andere Form der Bewusstseinsbildung. Die Schüler merken sich mehr, als wenn sie einfach einen Film gucken oder Vorträge hören“, sagt er.

Lehrer und Schulleitung stimmen zu. „Es ist wichtig, die Schüler zum Nachdenken anzuregen. Gedanken über ökologisches Verhalten und Nachhaltigkeit kommen nicht aus dem Nichts“, meint Schulleiter Gert Mengel. Bei der Ankündigung der Veranstaltung sollen sich die Schüler zunächst zurückhaltend gezeigt haben, erzählt Kunstlehrerin Franziska Sperfeld. „Jetzt sind sie aber sehr motiviert und wir hoffen, dass der Lerneffekt hoch ist“, ergänzt sie.

Den Schülern der Don-Bosco Schule gefiel die Veranstaltung. „Ich werde zwar jetzt nicht weiter zu dem Thema malen, aber ich möchte mich gerne weiter darüber informieren“, sagt der 13-jährige Maximilian. Projektleiterin Katrin Jurisch hofft, in Zukunft noch mehr Schulen mit dem Projekt erreichen zu können. „Wer interessiert ist, kann sich gerne bei uns melden.“ Kontakt: www.speicherwald.de.

Anh Tran