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Rostock Mann schießt in Rostock von Balkon – SEK überwältigt ihn
Mecklenburg Rostock Mann schießt in Rostock von Balkon – SEK überwältigt ihn
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11:22 30.07.2019
Ein 36-Jähriger hat am Montagabend auf und von seinem Balkon in der Warnowallee im Rostocker Stadtteil Lütten Klein um sich geschossen. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) überwältigte den Mann. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Mit Schüssen von seinem Balkon hat ein Mann in Rostock einen Einsatz des Spezialeinsatzkommandos (SEK) ausgelöst. Laut Daniel Schmidt, derzeit amtierender Chef der Rostocker Polizei, informierten Nachbarn die Beamten gegen 18 Uhr am Montag, dass auf dem Balkon des 36-Jährigen im zwölften Stock mehrere Schüsse aus einer Waffe abgefeuert wurden.

Aufgrund der Gefährlichkeit des Einsatzes entschieden die Beamten, die speziell geschulten Kräfte des SEK anzufordern. Doch vor dem eigentlichen Zugriff versuchte laut Schmidt, eine Verhandlungsgruppe der Polizei Kontakt zu dem Mann aufzunehmen. Da aber diese Versuche keinen Erfolg hatten, musste letztlich doch das bestellte Spezialeinsatzkommando ran.

Ein 36-Jähriger hat am Montagabend auf und von seinem Balkon in der Warnowallee im Rostocker Stadtteil Lütten Klein mehrfach um sich geschossen.

SEK überwältigt 36-Jährigen

Zuvor bezog auch die Berufsfeuerwehr auf der Rückseite des Hochhauses Stellung und baute ein Sprungtuch für den Fall auf, dass der Mann vom Balkon springt. Kurz darauf stürmten die schwer bewaffneten SEK-Beamten mit einer Ramme die Wohnung des Mannes.

Ihnen gelang es, den 36-Jährigen zu überwältigen. Er leistete bei der Festnahme keinen Widerstand. Dabei stellte sich heraus, dass er mit einer nicht genehmigungspflichtigen Gasdruckwaffe geschossen hatte.

Mann hatte 2 Promille Alkohol

Der 36-jährige allein lebende Rostocker war stark angetrunken und konnte unverletzt festgenommen werden. Ein Atemalkoholtest habe knapp zwei Promille ergeben, zudem bestehe der Verdacht, dass der Mann unter Drogeneinfluss stand. Der Schütze sei von einem Arzt begutachtet und zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam genommen worden.

Laut Daniel Schmidt konnten die Beamten nicht ausschließen, dass in der Wohnung scharfe Waffen waren, weshalb man mit dem SEK auf Nummer sicher ging.

Polizei findet mehrere Waffen in Wohnung

Während des Einsatzes blieb der Bereich rund um den Eingang des Hochhauses weiträumig abgesperrt. In einer ersten Analyse fand die Polizei diverse Waffen in der Wohnung des Waffennarrs. „Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden eine Vielzahl von Hieb- und Stichwaffen, Luftdruckwaffen sowie weitere noch nicht klassifizierte Schusswaffen aufgefunden“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen.

Nun muss geprüft werden, ob sich darunter auch scharfe befinden. Die Ermittlungen stehen allerdings erst am Anfang.

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Stefan Tretropp/RND/dpa

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