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Rostock Martin Schröder hat seinen Traumjob gefunden
Mecklenburg Rostock Martin Schröder hat seinen Traumjob gefunden
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16:25 25.03.2019
Nachwuchstrainer Martin Schröder vom FC Hansa Rostock Quelle: FC Hansa
Rostock

Eine Minute war am Sonnabend noch zu spielen. Die U-15-Junioren von Fußball-Drittligist Hansa Rostock gingen beim Stand von 2:2 gegen den Chemnitzer FC noch einmal hohes Risiko. Sie rückten weit auf. Trainer Martin Schröder feuerte sein Team lautstark an. Mit Erfolg. Der Ball landete an der Strafraumgrenze bei Kamil Antosiak. Der Stürmer drehte sich um seinen Gegenspieler, zog ab und versenkte das Spielgerät zum 3:2 im hinteren Toreck. Während die Spieler auf dem Feld ausgelassen feierten, sprang Schröder am Seitenrand vor Freude in die Luft, ballte jubelnd beide Fäuste und klatschte anschließend mit seinem Trainerteam und den Wechselspielern ab. Kurz danach war Schluss. Hansa landete den zwölften Saisonsieg und bleibt als Tabellendritter auf Medaillenkurs der Regionalliga Nordost.

„Wir haben unser bestes Spiel in der Saison gemacht. Dass die Jungs in einem Herzschlagfinale so zurückkommen, das ist der Wahnsinn“, meinte Martin Schröder. Der 39-Jährige betreut den Jahrgang 2004 des Koggenclubs seit zwei Jahren. Derzeit sorgen die Ostseestädter in der höchsten Liga ihrer Altersklasse für Aufsehen.

„Ich fühle mich in dem Alters­bereich richtig wohl. Das ist genau das, was ich machen möchte“, sagt Martin Schröder, der nicht nur Fußballexperte ist, sondern auch ausgebildeter Diplom-Fitnesstrainer und früher ein Fitnessstudio leitete. Vor seinem Wechsel zum FC Hansa war der gebürtige Stralsunder beim Lokalrivalen FC  Förderkader René Schneider als Trainer aktiv und arbeitete hauptberuflich in der Fußballschule Schneider. Nebenbei suchte er als Scout in Rostock und Umgebung nach Talenten für den Hamburger SV. „Das waren tolle Jahre, allerdings wollte ich noch einen Schritt nach vorn machen“, erzählt Schröder. Er ließ die vorherigen Tätigkeiten hinter sich und heuerte beim FC Hansa an.

„Der Kontakt kam über Paul Kuring zustande, der damals das Leistungszentrum geleitet hat. Ursprünglich hatte ich mich beim Landesfußballverband beworben. Das klappte nicht, aber sie haben den Draht zu Hansa hergestellt. Ich habe dann in der U  14 angefangen und führer das Team in der U  15 weiter“, sagt Martin Schröder.

Der größte Vorteil, den er in der Arbeit im Leistungszentrum sieht, sei die Planungssicherheit bei der Trainingsvorbereitung. „In zwei Jahren fehlten nur Spieler, wenn sie krank oder verletzt waren. Meine Jungs sind sehr ehrgeizig, ­setzen sich manchmal sogar selbst zu sehr unter Druck. Sie haben eine überragende Einstellung und geben immer alles“, lobt Schröder.

Der Inhaber der DFB-Elite-Jugend-Lizenz hat sein Glück gefunden. Im Fußball und darüber hinaus. Mit seiner Lebensgefährtin Jana hat er eine gemeinsame Tochter und einen Sohn. Dass er mittlerweile ausgerechnet beim FC  Hansa als Trainer arbeitet, macht ihn besonders stolz. „Ich habe vor 30 Jahren das erste Mal im Block  E im alten Ostseestadion gestanden und Hansa angefeuert. Dass ich jetzt als Coach die Kogge auf der Brust trage, bedeutet mir viel“, betont er.

In den verbleibenden sieben Spielen will Martin Schröder mit seinem Team den dritten Rang verteidigen. Die Spitzenteams Hertha  BSC und RB  Leipzig scheinen zu weit enteilt. „Wir haben kein tabellarisches Ziel ausgegeben. Verdrängen lassen wollen wir uns allerdings nicht mehr.“

René Warning

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