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Rostock Ärger um Massenpartys im Rostocker Stadthafen: Senator stellt Jugendlichen Ultimatum
Mecklenburg Rostock

Massenpartys im Rostocker Stadthafen: Senator stellt Jugendlichen Ultimatum

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16:31 02.07.2021
Chris Müller-von Wrycz Rekowski: Die Jugendlichen sollen im Stadthafen nicht „wilde Sau spielen“.
Chris Müller-von Wrycz Rekowski: Die Jugendlichen sollen im Stadthafen nicht „wilde Sau spielen“. Quelle: Ove Arscholl/Martin Börner
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Rostock

Seit Anfang der Woche waren die unkontrollierten Massenpartys im Stadthafen das Top-Thema in Rathaus. Nach langen Gesprächen sind eine Sperrstunde und ein Alkoholverbot, wie es unter anderem die CDU fordert, aber erst einmal vom Tisch. Ordnungs-Senator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) will erst abwarten, ob sich die Situation entspannt. Per Pressemitteilung stellt die Stadt den feiernden Jugendlichen eine Art Ultimatum: Wenn sich die Situation nicht verbessert, greifen die Behörden durch.

Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) zeigt Verständnis für die Partys, warnt die Feiernden aber zugleich davor, „wilde Sau zu spielen“. Sie hätten es selbst in der Hand, so der Politiker: „Party, Spaß und gute Laune – oder Licht an, Musik aus und lange Gesichter“. Sollte die Situation nicht besser werden, seien Stadt und Polizei gezwungen zu handeln, mit Alkoholverboten, Zutrittsbeschränkungen und Beschlagnahme von Musikanlagen.

Mehr Container, mehr Toiletten

Unabhängig davon soll es einige Änderungen im Stadthafen geben. Die Zahl der Kontrollen wird erhöht, zwischen der Straße Am Strande und dem Hafen wird ein Zaun aufgestellt. Außerdem wird die Menge der bereits vorhandenen mehr Müllcontainer und Toiletten aufgestockt.

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Heranwachsende müssten sich auf eine „verstärkte Ansprache durch Ordnungskräfte“ einstellen teilt, die Stadt mit. Geschäftsinhaber in der Nähe werden auf die gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen für den Verkauf von Alkohol und Tabak hingewiesen.

Gefahr tödlicher Unfälle

Der Bauzaun entlang der L22 in Höhe der Hafenmeisterei soll Unfälle soll das Risiko „potenziell tödlicher Unfälle senken“, weil Feiernde oft unvermittelt auf die viel befahrene Straße laufen. Kommende Woche soll er aufgestellt werden. Die Zugänge zur Haedgehalbinsel sollen ebenfalls durch Zäune und zusätzliches Sicherheitspersonal „besser kanalisiert“ werden, teilt die Rathaus-Pressestelle mit.

Von Gerald Kleine Wördemann