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Rostock Mehr Geld für Rostocker Straßenbahn: Fördergelder aus MV
Mecklenburg Rostock Mehr Geld für Rostocker Straßenbahn: Fördergelder aus MV
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16:06 28.10.2019
Infrastrukturminister Christian Pegel (m.) überreicht den Förderungsbescheid über 2,67 Millionen Euro an Yvette Hartmann, kaufmännischer Vorstand der RSAG. Außerdem dabei: Landtagsabgeordneter Rainer Albrecht (SPD), Aufsichtsratsmitglied Sabine Krüger und Jan Bleis, Vorstand Markt und Technik. Quelle: Jana Schubert
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Rostock

Rund 53 Straßenbahnen, 35 Kilometer Schienennetz und 700 Mitarbeiter, davon rund 380 Bahnfahrer: Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) hat nicht nur hohe Fahrgastzahlen, sondern auch hohe Ausgaben. Am Montag gab es auf dem Betriebshof hohen Besuch: Der Infrastrukturminister Christian Pegel übergab den Vorstandsmitgliedern den Bescheid über die Fördermittel des Landes. Mit den rund 2,67 Millionen Euro soll vor allem die Infrastruktur des Rostocker Straßenbahnnetzes aufrechterhalten werden.

„Wir freuen uns, dass der Landesinfrastrukturminister bei uns ist. Der Besuch ist fast schon Tradition“, sagte Jan Bleis, Vorstandsmitglied der RSAG bei der Übergabe. Mindestens einmal im Jahr schaue der Minister vorbei, um sich die Verwendung der Fördermittel anzuschauen. Minister Pegel betonte die besondere Lage des Straßenbahnbetriebes, der anders als die Busunternehmen, selbst die Infrastruktur schaffen müsse. „Das geht bei den Gleisen los, aber auch die Stromversorgung und die Kommunikations- und Dateninfrastruktur müssen geschaffen werden“, erklärt Pegel.

Geld wird für Instandhaltung gebraucht

Yvette Hartmann, kaufmännischer Vorstand der RSAG erklärt, dass das Geld vor allem für den Betriebsalltag gebraucht werde: „Projekte wie die Anschaffung der neuen Straßenbahnen müssen wir separat finanzieren.“ Im nächsten Jahr müssen nämlich rund 39 neue Bahnen (Stückpreis 3,1 Millionen Euro) angeschafft werden, da für die 30 Jahre alten Vorgängermodelle keine Ersatzteile mehr zu bekommen sind.

Trotz des „dauerdefizitären Unternehmens ÖPNV“, wie Hartman sagt, hat man bei der RSAG auch Pläne für die Zukunft: Vor allem sollen mehr Fahrgäste befördert werden, bis 2030 sollen es 47 Millionen sein (Stand jetzt: etwa 40 Millionen). Aber auch Projekte wie die zwei neuen Haltestellen an der Rosa-Luxemburg-Straße (die OZ berichtete), die Verbesserung des Angebotes in der Nacht und in Randgebieten oder der Einsatz von zwei Elektrobussen in Warnemünde sind fest ins Auge gefasst.

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Die Autorin: Jana Schubert 

Von Jana Schubert

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