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Rostock Mehr Lesespaß: Neue Kinderbibliothek im „Börgerhus“ in Rostock eröffnet
Mecklenburg Rostock

Mehr Lesespaß: Neue Kinderbibliothek im „Börgerhus“ in Rostock eröffnet

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21:45 09.01.2020
Bibliotheksleiterin Antja Stegmann freut sich über die Neueröffnung des Kinderbereichs im Börgerhus in Groß Klein. Quelle: Flemming Goldbecher
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Rostock

Wie Marathonläufer vor dem Startschuss standen die Zweitklässler der Grundschule am Taklerring am Donnerstagmorgen in der Stadtteilbibliothek im „Börgerhus“ Groß Klein. Ungeduldig warteten sie darauf, endlich die neu gestaltete Kinderbibliothek betreten zu können. Als Sozialsenator Steffen Bockhahn zusammen mit einer Schülerin der Grundschule die symbolisch vor den Eingang gehängte Tapete zerschnitten hatte, gab es für die Schüler der zweiten Klasse kein Halten mehr.

In wenigen Augenblicken waren sämtliche Bücherregale sowie die beiden Spielekonsolen belagert. Antje Stegmann, Leiterin der Stadtbibliothek Groß Klein, freute sich über die Neueröffnung des Kinderbereichs, der seit Anfang Dezember 2019 wegen der Umbauarbeiten geschlossen war. „Es ist ein richtig schöner Bereich für die Kinder geworden“, so Stegmann.

Neugestaltung kostete 47000 Euro

Vom Teppich bis zu den Regalen habe man alles erneuern lassen. Sogar zwei neue Flachbildschirmfernseher hängen an der Wand. Besonders stolz ist Stegmann auf die Treppe in der Ecke, die die Kinder als Sitzgelegenheit nutzen können. Die Neugestaltung des Kinderbereichs sei jedoch auch dringend nötig gewesen. „Das war ein Haufen von zusammengewürfelten Möbeln“, sagt sie. „Wir haben das Beste daraus gemacht, aber es war nicht schön.“

47000 Euro habe der Umbau insgesamt gekostet. Davon hätten 17000 Euro die Stadt und 30000 die Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung Rostock (KOE) übernommen.

Mehr Geld für neue Bücher

In seiner Eröffnungsrede vor den Schülern lobte Sozialsenator Bockhahn den Einsatz der Bibliotheksleitung. „Sie haben hier etwas Megastarkes klar gemacht.“ Zudem hob er die Bedeutung der Stadtbibliothek Groß Klein hervor, die nach der in der Kröpeliner Straße in der Rostocker Innenstadt die am meisten genutzte der Stadt sei.

Bibliotheksleiterin Stegmann hofft, demnächst einen weiteren Etat von der Stadt bewilligt zu bekommen, um in neue Kinderbücher zu investieren. „So lernen die Kinder, dass Bücher nicht doof sind und eine Bibliothek etwas Tolles sein kann.“

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Von Flemming Goldbecher

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