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Rostock Mehrheit für mehr Flüchtlinge in ländliche Gebiete
Mecklenburg Rostock Mehrheit für mehr Flüchtlinge in ländliche Gebiete
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09:39 22.07.2015
Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne), will mehr Flüchtlinge in ländliche Regionen Deutschlands schicken. MV wäre von diesem Vorstoß direkt betroffen.
Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne), will mehr Flüchtlinge in ländliche Regionen Deutschlands schicken. MV wäre von diesem Vorstoß direkt betroffen. Quelle: Soeren Stache/dpa
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Rostock

Mit 58 Prozent befürwortet eine Mehrheit der Bundesbürger den Vorschlag des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann von den Grünen, Flüchtlinge nicht nur nach dem bisherigen Schlüssel auf Basis von Steuereinnahmen und Einwohnerzahl auf die einzelnen Bundesländer zu verteilen, sondern sie vermehrt in ländlichen Gebieten unterzubringen, wo es genügend leer stehenden Wohnraum gibt. Bereits vor einigen Tagen hatte Kretschmann darauf gedrängt, einen größeren Teil der ankommenden Flüchtlinge auf den Osten Deutschlands - darunter auch Mecklenburg-Vorpommern - zu verteilen. Dort gebe es genug leerstehende Wohnungen.

Nach einer Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin „Stern“ lehnen 36 Prozent aller Befragten diesen Vorschlag ab. Auf Ablehnung stößt Kretschmanns Vorschlag vor allem bei den Anhängern der AfD, von denen sich 56 Prozent dagegen aussprechen. Von den ostdeutschen Befragten sind 40 Prozent dafür und 41 dagegen, 19 Prozent haben dazu keine Meinung. Überdurchschnittlich viel Zustimmung findet der grüne Ministerpräsident nicht nur bei den eigenen Parteianhängern (68 Prozent), sondern auch bei den Sympathisanten der SPD (59 Prozent).

Zuvor hatte bereits Hamburg bei der Unterbringung von Flüchtlingen auf die Hilfe von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gehofft. Beide Länder erteilten dem Wunsch der Hansestadt aber eine Abfuhr.



OZ