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Rostock Meilenstein auf dem Weg zu Warnemündes neuem Sportboothafen
Mecklenburg Rostock Meilenstein auf dem Weg zu Warnemündes neuem Sportboothafen
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06:00 11.09.2019
Freuen sich über den Fortschritt im Sportboothafen: Gunar Abend (v.l.), Stefan Pentschew, Bernd Opfermann, Jörg Ferwerda, Chris Müller-von Wrycz Rekowski und Bassam Mouchawrab. Quelle: Susanne Gidzinski
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Rostock

Er ist kaum wiederzuerkennen. Noch vor wenigen Monaten glich der Warnemünder Sportboothafen einer einzigen Baustelle. Nun aber ist der erste Bauabschnitt fertiggestellt und an die Hanse- und Universitätsstadt übergeben worden. Dort, wo Anfang des Jahres noch schwere Maschinen und Schutt waren, ist nun eine neue hölzerne Steganlage zu sehen. Einer der Ersten, die das Ergebnis am Dienstagvormittag in Ruhe betrachten konnten, ist Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski. „Ich bin begeistert, was für eine wunderbare Fläche entstanden ist“, sagt er.

„Für Rostock ist das ein bedeutsames Projekt. Ich freue mich sehr, dass wir den ersten Teil dieses anspruchsvollen Bauvorhabens nun erfolgreich hinter uns gebracht haben“, meint Müller-von Wrycz Rekowski weiter. Er weiß, dass die Bauarbeiten vor allem für die Anwohner unbequem waren. Die erforderlichen Rammarbeiten im Frühjahr haben viel Lärm verursacht. Gleichzeitig betont er: „An dieser Stelle wurden schon lange mehr Liegeplätze gebraucht. Der neue Sportboothafen wird die Attraktivität Warnemündes für unsere maritimen Gäste mit ihren Segelbooten deutlich steigern.“

So sah der Sportboothafen kurz vor den Rammarbeiten im Frühjahr aus. Quelle: Susanne Gidzinski

Abriss der maroden Bausubstanz

Ursprünglich sei geplant gewesen, die Steganlage und die Plattformen lediglich zu sanieren. Weil diese aber durch Wind und Wetter erhebliche Schäden davongetragen hatten, musste die Anlage bereits im vergangenen Jahr zurückgebaut werden. „Aus Sicherheitsgründen sind zwischenzeitlich mehrere Abschnitte gesperrt worden, was vor allem bei Segelwettbewerben problematisch gewesen ist“, berichtet der Senator.

Mit Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden jetzt allerdings nicht nur die gesperrten Bereiche komplett neu aufgebaut. Der gesamte bestehende Yachthafen werde deutlich erweitert, so dass eine zusätzliche Marina für Rostock entsteht. Der erste Zwischenschritt auf dem Weg dorthin ist nun abgeschlossen.

Neuer Steg passt zum maritimen Flair

Bislang seien ungefähr 2,7 Millionen Euro verbaut worden, wie das Hafen- und Seemannsamt mitteilt. Anstelle der alten Anlage sind nun eine ungefähr 750 Quadratmeter große Holzplattform und eine etwa 200 Meter lange Steganlage entstanden. Diese seien teilweise für Dauerlieger und teilweise für Segeltouristen vorgesehen. Bauausführende Unternehmen waren b&o Ingenieure aus Hamburg, die Ed. Züblin AG aus Rostock und das Bauunternehmen Heuvelman Ibis aus Leer, welches für den Neubau zuständig war.

„Wir waren für die Planung des Projektes zuständig. Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, findet Bernd Opfermann. Wichtig sei gewesen, dass der Neubau zum maritimen Flair des Ostseebades passt. Aus diesem Grund habe man die verbauten Stahlpfeiler mit einem Holzüberbau versehen, so Opfermann.

Nächstes Ziel: Norderweiterung

Auch wenn der Hafen bereits in neuem Glanz erstrahlt, fehle noch das „Herzstück der gesamten Anlage – die Norderweiterung“, meint Opfermann. Dafür sei allerdings ein neues Vergabeverfahren notwendig, wie Michaela Raddatz vom Hafen- und Seemannsamt erklärt. Im Januar aber sollen die Vorbereitungen für den Bau beginnen, so dass es im Februar mit den eigentlichen Arbeiten losgehen könne. „Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die nun auf uns zukommt“, meint Opfermann.

Insgesamt werden vier weitere Bauabschnitte abzuarbeiten sein. Darunter die Errichtung einer neuen Hafenumschließung für den nördlichen Erweiterungsbereich, weitere Stegneubauten und deren technische Ausrüstung sowie zuletzt der Bau eines zweigeschossigen Sanitärgebäudes für die Nutzerinnen und Nutzer der Marina.

Im Zuge der Gesamtmaßnahme werden auch die Plattformen und Stege der Landessportschule erneuert. Dies füge sich ein in das Vorhaben des Landes, für das Segelzentrum ein neues Bettenhaus mit modernen Seminar- und Schulungsräumen zu errichten. Der Segelsport und der dazugehörige Bundesstützpunkt in Warnemünde würden damit ideale Bedingungen zur Wettkampfvorbereitung erhalten.

Fertigstellung 2021 geplant

In den neuen Sportboothafen investieren Stadt und Land mehr als zehn Millionen Euro. Die Fertigstellung sei abhängig von den Witterungsbedingungen und derzeit für das Frühjahr 2021 vorgesehen, wie das Hafen- und Seemannsamt bestätigt. „Allerspätestens zum Beginn der Segelsaison 2022 soll hier alles fertig und nutzbar sein“, verspricht Müller-von Wrycz Rekowski. Er ist aber zuversichtlich, dass die Arbeiten zum geplanten Termin vollendet sein werden.

Von Susanne Gidzinski

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