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Rostock „Mein Lokal, Dein Lokal“: Rostock will die Konkurrenz abkochen
Mecklenburg Rostock „Mein Lokal, Dein Lokal“: Rostock will die Konkurrenz abkochen
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01:26 07.06.2019
Diese fünf kämpfen bei „Mein Lokal, Dein Lokal“ um den Sieg: Rui Esteves (v.l., „Ratskeller12“ in Rostock), Robert Leiser („Klosterküche“ in Bad Doberan), Melanie Germanotta („Blauer Esel“ in Rostock), Paul Wiesner („Fabelhaft“ in Warnemünde) und Klaus Schumacher („Brauhaus am Lohberg“ in Wismar). Quelle: ANTJE BERNSTEIN
Rostock

Máne Vissil Köster sprüht Espuma auf einen Esslöffel und eine halbe Million Menschen schaut ihm dabei zu. Denn während der Küchenchef seine Blumenkohl-Variationen anrichtet, läuft eine Fernsehkamera mit. Sie fängt jeden Handgriff ein. Wenn hier etwas schiefgeht, werden es später die Zuschauer der Doku-Soap „Mein Lokal, Dein Lokal“ sehen.

Der Koch bleibt cool

„Erschwerte Bedingungen“, sagt Köster. Der charismatische Schnauzbartträger grinst verschmitzt und rückt seine rote Schiebermütze zurecht. Muss wohl an seinen isländischen Wurzeln liegen: Köster bleibt cool und lässt sich auch von Paul Wiesner und Robert Leiser nicht aus der Ruhe bringen. Ersterer kocht im Warnemünder „Fabelhaft“, zweiter in der „Klosterküche“ Bad Doberan. Doch statt in die eigenen gucken sie heute Köster in die Töpfe.

Der Chef hat die Suppe eingebrockt

Die brodeln im Rostocker „Ratskeller12“. Seitdem Robert Plath, Chef der beiden „Zwanzig12“ im Wittespeicher und in Warnemünde, das Lokal am Neuen Markt vor einem Jahr übernommen hat, gibt ein Portugiese hier den Ton an: Rui Esteves leitet das Restaurant und hat seinem Küchenchef die Suppe mit der TV-Show eingebrockt. Dank ihm muss Köster gleich vier Gastronomen abkochen.

So lief der Dreh im „Ratskeller12“ ab:

„Mein Lokal, Dein Lokal“ in Rostock: So ging es bei den Dreharbeiten zu

Fünf Wirte und die Frage: Wo schmeckt’s am besten? Darum geht’s bei „Mein Lokal, Dein Lokal“. Wer von seinen Mitbewerbern und Spitzenkoch Mike Süsser für Speisen, Service und Ambiente die meisten Punkte einheimst, gewinnt 3000 Euro.

Fünf Wirte heiß auf den Sieg

Neben Esteves haben es auch Melanie Germanotta, Inhaberin des „Blauen Esels“, Klaus Schumacher, Küchenchef im Wismarer „Brauhaus am Lohberg“, und Paul Wiesner und Robert Leiser darauf abgesehen. Die ersteren beiden haben ihren Gastgebertag schon hinter sich, heute ist der „Ratskeller12“ dran.

Top-TV-Material und Köstlichkeiten gewünscht

„Ich bin entspannt, ich muss ja nicht kochen“, scherzt Rui Esteves. Ganz so lässig sei er aber nicht, räumt er ein. Kein Wunder, statt Gästen muss er heute Kamerateams und seine Mitbewerber glücklich machen. Die einen wollen Top-TV-Material, die anderen Köstlichkeiten.

Die Messlatte liegt hoch

Melly Germanotta und Klaus Schumacher haben an Tag eins und zwei die Messlatte hoch gelegt, finden die Mitbewerber. Da steigen die Ansprüche. „Ich erwarte viel“, sagt Melly Germanotta. Der erste Eindruck im „Ratskeller12“ ist ganz nach ihrem Geschmack. „Ich bin begeistert von der Location und dem Küchenteam. Máne ist ein Hammer-Typ.“ Von ihm erhoffe sie sich ganz neue Geschmackserlebnisse.

Drei-Gang-Menü für jeden Testesser

Ein erster Leckerbissen macht Appetit auf mehr. Wiesner und Leiser probieren das Espuma. Ihr Urteil: Das Schäumchen ist ein Träumchen. Ob der Rest vom Drei-Gang-Menü, das sich jeder der vier Testesser aus der Speisekarte zusammenstellen darf, mithalten kann, wird sich zeigen. Allerdings nicht jetzt.

Statt an die Tafel geht’s ins Freie

Mit grummelndem Magen geht’s aus dem kühlen Ratskeller ins Freie. Die Sonne knallt auf den Neuen Markt. Im Schatten der Rathaus-Arkaden soll die Begrüßung gedreht werden. Der Aufnahmeleiter erklärt Kamerateam und Kandidaten, was er sich vorstellt.

Halbe Stunde Dreh für 30 Sekunden Sendezeit

Was später im Fernsehen höchstens 30 Sekunden dauert, nimmt in Wirklichkeit gut eine halbe Stunde in Anspruch: Gedreht wird so lange, bis die Szene perfekt im Kasten ist. Auf Anhieb gelingt das nicht.

Küsschen ja, Händeschütteln nein

Die Kamera läuft, die Testesser kommen. An der Treppe zum „Ratskeller12“ schüttelt Rui Esteves jedem der vier die Hand, wortreiche Begrüßung inklusive. Diese wird jäh unterbrochen. „Halt!“, ruft der Aufnahmeleiter. „Das Küsschen für Melly ist okay. Aber kein großes Shake-Hands mehr.“ Zweiter Versuch – und wieder gibt’s Händegeschüttel. Alle lachen. Hier verliert keiner den Spaß.

Drehpause an der Bar

Geduld und Durchhaltevermögen sind unverzichtbar. Die Drehtage beginnen morgens und enden meist nach Mitternacht. Wer gerade nicht vor der Kamera steht, genießt die Vorzüge der Drehkulisse.

Konkurrenten werden beinahe Freunde

An der „Ratskeller12“-Bar lassen sich Melly Germanotta und Rui Esteves von Vize-Restaurantleiter Colin Beier Rotwein einschenken. Nach drei Tagen sind aus fünf Konkurrenten beinahe schon Freunde geworden. „Es wird traurig, wenn wir am Freitag auseinander gehen“, sagt Melly Germanotta. Deshalb werden vorsorglich Wiedersehen ausgemacht. „Zu eurer Ü-40-Party komme ich auf jeden Fall“, verspricht sie Rui Esteves.

Süsser vergibt Punkte

Bei aller Harmonie – ein bisschen Ehrgeiz ist auch dabei. „Klar, würde ich mich ärgern, wenn ich auf Platz fünf lande“, sagt Paul Wiesner. Er ist am Finaltag dran. Ob es für den Sieg reicht, kriegt er erst zu wissen, wenn Mike Süsser seine Punkte verteilt hat.

Profi hat Konzepte und Speisen geprüft

Der „Mein Lokal, Dein Lokal“-Moderator hat die Gastronomen schon vor zwei Wochen besucht und deren Konzepte und Speisen auf Stärken und Schwächen geprüft. „Er hat uns viel positives Feedback gegeben“, erzählt Melly Germanotta.

Sendetermin in drei Monaten

Wer am Ende die Nase vorn hat, entscheidet sich in drei Wochen, wenn Mike Süsser seine Bewertung abgibt. Die Fernsehnation wird sich noch etwas länger gedulden müssen: Ausgestrahlt werden die „Mein Lokal, Dein-Lokal“-Folgen aus Rostock, Warnemünde, Wismar und Bad Doberan voraussichtlich in drei Monaten.

Wo schmeckt’s am besten?

Fünf Restaurants, ein Gewinner und die Frage: Wo schmeckt’s am besten? Das ist das Konzept der TV-Doku-Soap „Mein Lokal, Dein Lokal“, die Kabel eins werktags um 17.55 Uhr ausstrahlt. Seit 2013 treten pro Woche fünf Gastronomen in einem Wettbewerb gegeneinander an. Sie präsentieren ihr Lokal und versuchen, mit Speisen, Service und Ambiente zu punkten. Die Teilnehmer bewerten sich untereinander. Wer am besten abschneidet und noch dazu Profi-Koch Mike Süsser überzeugt, gewinnt den „Goldenen Teller“ und das Preisgeld von 3000 Euro.

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