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Rostock Mentoren unterstützen Doktorandinnen
Mecklenburg Rostock Mentoren unterstützen Doktorandinnen
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00:00 10.06.2014
Das Programm hilft mir, mein Netzwerk zu erweitern. Je höher man auf der Karriereleiter klettert, desto weniger Frauen gibt es.“Antje Müller, Doktorandin
Stadtmitte

Von den 262 Professuren an der Universität Rostock sind 41 mit Frauen besetzt. Um die Anzahl von Professorinnen zu erhöhen, werden Doktorandinnen jetzt mit einem Programm unterstützt. In einem landesweiten Projekt bieten die Universitäten Rostock und Greifswald erstmals hochschulübergreifend das Programm „KarriereWegeMentoring Wissenschaft M-V“ an. Insgesamt nehmen 39 Frauen in beiden Städten an verschiedenen Veranstaltungen, wie Workshops und Seminare, teil.

„Der Anteil der weiblichen Doktoranden an der Universität Rostock lag im Jahr 2013 bei 46,1 Prozent. Das entspricht dem Bundesdurchschnitt“, erklärt Annette Meier, Gleichstellungsbeauftragte an der Rostocker Hochschule. Dieser annähernd ausgeglichene Wert spiegele sich jedoch im weiteren Karriereverlauf nicht wider. Während der Frauenanteil bei den Habilitationen bei 28,6 Prozent liegt, beträgt er bei den Professuren nur 15,4 Prozent — fünf Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt.

Das Programm soll die Doktorandinnen dabei unterstützen, sich ein Netzwerk aufzubauen und sie ermutigen, den oft steinigen Weg einer wissenschaftlichen Karriere erfolgreich zu bestreiten. „Kontakte zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen, spielt in der Wissenschaft eine sehr wichtige Rolle“, so Carina Hojenski, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gleichstellungsbeauftragten. Doktorandinnen, die an ihrer Dissertation schreiben, werden neben den Doktorvätern oder —müttern durch erfahrene Mentoren und Mentorinnen auf dem Karriereweg begleitet.

Antje Müller und Rabea Redmann sind zwei von 19 Doktorandinnen an der Universität Rostock, die an dem Mentoring-Programm teilnehmen. Antje Müller promoviert seit Januar 2014 am Institut für Experimentelle Chirurgie. „Das Programm hilft mir dabei, mich mit anderen auszutauschen und mein Netzwerk zu erweitern“, sagt die 25-Jährige. Denkanstöße und andere Sichtweisen bereicherten die Arbeit an ihrer Dissertation. Besonders hilfreich sei es, Hinweise und Anregungen zu bekommen, um sich in der Männerwelt behaupten zu können. „Je höher man auf der Karriereleiter klettert, desto weniger Frauen gibt es“, sagt Müller.

„In meiner Fakultät habe ich viele männliche Kollegen, ich fühle mich jedoch nicht benachteiligt“, erklärt Rabea Redmann. Die 30-Jährige hat Maschinenbau studiert und promoviert im Bereich Werkstofftechnik. „Ich hoffe, von den Erfahrungen eines Mentors profitieren zu können“, sagt die Doktorandin, die sich eine universitäre Laufbahn gut vorstellen kann. Der Austausch mit Doktorandinnen aus anderen wissenschaftlichen Bereichen gäbe neue Denkanstöße. Das Programm nutze sie als gute Chance, den eigenen Horizont zu erweitern und neue Kontakte zu knüpfen.

Vorläufig ist das Programm bis Ende 2015 auf zwei Jahre begrenzt und wird aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Anlässlich des ersten landesweiten Mentoringprogramms für Doktorandinnen und Deutschlandstipendiatinnen findet am 1. Juli 2014 zwischen 16 und 18 Uhr ein Festakt in der Aula des Universitätshauptgebäudes statt.

Weitere Informationen: Carina Hojenski, ☎ 0381 / 498 57 45, per Mail: carina.hojenski@uni-rostock.de

Netzwerk ist das Ziel
In einem landesweiten Projekt bieten die Universitäten Rostock und Greifswald erstmals hochschulübergreifend das Programm „KarriereWegeMentoring Wissenschaft M-V“ an. Insgesamt nehmen 39 Frauen in beiden Städten an den Veranstaltungen, wie Workshops und Seminare, teil.



Das Programm soll die Doktorandinnen dabei unterstützen, sich ein Netzwerk aufzubauen und sie ermutigen, den oft steinigen Weg einer wissenschaftlichen Karriere erfolgreich zu bestreiten.



Annemarie Gelse

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