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Rostock Schöner Wohnen in Rostock: Hier gibt’s Trends für Deko-Queens und Häuslebauer
Mecklenburg Rostock

Messe Robau und Wohnideen Lifestyle in Rostock: Das sind die neuesten Trends

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09:10 24.09.2021
Heiße Trends für Haus und Hof werden bei der Robau präsentiert. Ronald Sieber stellt seine Kamine und Kachelöfen vor.
Heiße Trends für Haus und Hof werden bei der Robau präsentiert. Ronald Sieber stellt seine Kamine und Kachelöfen vor. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Ob im Eigenheim oder in der Mietwohnung: Wie wir wohnen, ist uns wichtiger denn je. Das Zuhause ist für viele in den vergangenen anderthalb Jahren vom Rückzugs- und Entfaltungsort zum Lebensmittelpunkt geworden. Durch Homeoffice, Homeschooling und Urlaub daheim verbringen wir dort immer mehr Zeit.

Die Corona-Pandemie hat sich somit nicht nur auf unseren Alltag ausgewirkt, sondern auch unsere Ansprüche an die eigenen vier Wände verändert. Welchen Einfluss hat das auf den Immobilien- und Einrichtungsmarkt? Was ist angesagt? Antworten auf solche Fragen wollen die Landesbaumesse Robau und die Begleitschau „Wohnideen & Lifestyle“ liefern. Die Doppelveranstaltung wird vom 24. bis 26. September in der Hansemesse Rostock ausgerichtet.

Drei Tage lang zeigen 150 Aussteller ihre Bau- und Einrichtungstrends. Ob Bauherrin oder Deko-Queen, Eigenheim-Planer oder Renovierer – in der Hansemesse sollen sie fündig werden. Lacke und Tapeten, Treppen und Metallzäune, Whirlpools, Saunen und Kamine werden präsentiert. Möbelmacher stellen Produktneuheiten vor.

„Die Leute legen zunehmend Wert darauf, es sich zu Hause schön zu machen und ihre eigene Oase zu erschaffen. Es darf durchaus hochpreisig sein. Bei Haus- und Gartenbau wird nicht gespart“, sagt Marco Haase, Projektleiter der Robau. Er weiß, welche Trends aktuell gefragt sind.

1. Grenzenlose Freiheit und Rückzugsorte

In Zeiten eingeschränkter Reisemöglichkeiten vermitteln offene Wohnkonzepte ein Gefühl von Freiheit. Küchen, die mit Wohnräumen eine Einheit bilden, sind nach wie vor gefragt. „Etagenübergreifende Wohnräume statt Zimmer mit 2,80 Meter Deckenhöhe, lichtdurchflutete Bereiche, große Fenster – das ist im Trend“, sagt Haase. Zeitgleich sagen Architekten einen Gegentrend vorher: „Broken Plan Living“. Dabei teilen Raumtrenner wie halbhohe Bücherregale einen offenen Wohnraum in unterschiedliche Zonen ein, die dennoch miteinander verbunden sind. Dahinter stehe der Wunsch, sich – gerade während der Pandemie, wo man viel Zeit mit der Familie zu Hause verbringt – ,Rückzugsmöglichkeiten und Privatsphäre zu schaffen.

Termine für Schnäppchenjäger und Hunde-Fans

Nach der Robau und der Messe „Wohnideen & Lifestyle“ können Besucher in der Hansemesse auf Schnäppchenjagd gehen: Am 9. Oktober findet der Nachtflohmarkt statt, gefolgt vom Ladyfashion- und Hosenscheißerflohmarkt am 10. Oktober. Tierisch was los ist dann am 16. und 17. Oktober bei der Internationalen Rassehundeausstellung.

Weitere Infos auf www.inrostock.de

2. Smart Wohnen, vernetzt leben

In Zeiten zunehmender Digitalisierung sind immer mehr Menschen offen für Smart Home-Konzepte. Dabei gehe es längst nicht mehr um Spielereien wie der per Smartphone bedienbaren Beleuchtung, sagt Marco Haase. „Es geht um komplexe Energiesteuerung.“ Ein Beispiel: Das E-Auto, das abends in der Garage parkt, speist seine Restenergie ins Hausnetz ein und kann so kleine Geräte betreiben. „Die Autobatterie wird dann erst nachts aufgeladen. So wird die Energie optimal genutzt.“ Auch beim Thema Sicherheit setzen viele auf Technologien wie appgesteuerte Überwachungskameras an der Haustür.

3. Umweltbewusstsein wächst

Grünes, umweltfreundliches Wohnen ist immer mehr Menschen wichtig. Darauf reagiert die Wirtschaft. „Die Unternehmen sind zunehmend darauf bedacht, nachhaltig zu bauen und zu produzieren“, sagt Haase. Das fange schon bei der Materialwahl an: Holz als nachwachsender Rohstoff sei beliebt. Seine Verwendung sei gut für das Klima, weil Bäume CO2 binden, so Haase. Außerdem habe Holz eine lange Lebensdauer. „Ein Holzhaus kann bei guter Pflege locker 100 Jahre überstehen. Und wenn es dann zurückgebaut wird, kann Holz noch als Brennstoff genutzt werden.“

Nachhaltigkeit ist den Verbrauchern auch bei der Wahl der Unternehmen wichtig. Plant for Future, ein junges Projekt aus Rostock, will intakte Ökosysteme schützen und gibt Firmen die Möglichkeit, einen Beitrag zu leisten: Zum Ausgleich für ihren Ressourcenverbrauch spenden sie Geld an das Projekt. Damit werden Bäume im Regenwald gepflanzt. Im Gegenzug bekommen die Spender ein Zertifikat und können damit werben.

4. Traditionelles Handwerk aus der Region

„Die Preise für Baustoffe und Handwerksleistung sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und haben seit Beginn der Pandemie nochmals deutlich angezogen. Da ist kein Ende abzusehen“, sagt Marco Haase. Weil es um viel Geld geht, beauftragen jene, die ein Haus neu- oder umbauen möchten, bevorzugt Firmen aus der Region. „Da hat man kompetente Ansprechpartner vor Ort. Das ist vielen wichtig.“ Problem: Weil die Nachfrage so groß und der Fachkräftenachwuchs rar ist, müssen Kunden immer längere Wartezeiten in Kauf nehmen. „Das zieht sich durch alle Gewerke.“

5. Weniger ist mehr

Urbanisierung, explodierende Immobilien-Preise und steigende Mieten – angesichts dieser Entwicklung besinnen sich immer mehr Menschen aufs Wesentliche und setzen beim Wohnen auf Minimalismus. „Es ist nicht nur ein Trend, sondern eine Trendwende“, sagt Marco Haase. Der teure Wohnraum soll optimal genutzt werden. Wie großer Wohnkomfort auch auf kleinstem Raum möglich ist, zeigen Tiny Houses, die mit modernen Stauraumlösungen und multifunktionalen Möbeln aufwarten. Bei der Planung und Einrichtung solcher Mini-Häuser rät Marco Haase, sich Fachleute zu suchen, die individuelle Wünsche umsetzen können.

Tiny Houses sind angesagt. Aktuelle Wohn-Trends werden bei der Landesbaumesse Robau und der Begleitschau Wohnideen & Lifestyle in Rostock präsentiert. Quelle: Bernd Wüstneck

3G und Online-Tickets für Besucher

Tischler, Kaminbauer, Badplaner – an Profis mangelt’s bei der Robau nicht. Obwohl die Ausstellerliste im Vergleich zu 2019 Jahren um 25 Prozent geschrumpft ist. „Es sind noch nicht alle Unternehmen bereit, sich unter Pandemiebedingungen auf einer Messe zu präsentieren“, sagt Marco Haase. Außerdem hätten gerade die Handwerksbetriebe aktuell alle Hände voll zu tun, die hohe Auftragslage zu bewältigen. Dennoch sei die Messe ein lohnendes Ziel für alle, die sich fürs Bauen und schöner Wohnen interessieren.

Im vergangenen Jahr hatten rund 8300 Gäste die Robau besucht. Damit sich Interessierte auch diesmal beim Bummel durch die Messehalle sicher fühlen können, gilt das 3G-Konzept, heißt, nur Geimpfte, Getestete und Genesene haben Zutritt. Besucher werden gebeten, schon vorab die Eintrittstickets zu kaufen. Alle Informationen dazu, sowie zu den am Veranstaltungstag geltenden Hygieneregelungen sind auf den Internetseiten der inRostock GmbH (www.inrostock.de) zu finden.

Infos: Robau inkl. Wohnen & Lifestyle in der Hansemesse, 24.-26. September, geöffnet tägl. 10-18 Uhr, Tageskarte 8 Euro (ermäßigt 6 Euro) erhältlich an allen Vorverkaufsstellen und online auf www.inrostock.de

Von Antje Bernstein