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Rostock Millionen-Plan für die Arena
Mecklenburg Rostock Millionen-Plan für die Arena
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00:00 09.06.2017
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Südstadt. Dieses Projekt sehnen sich nicht nur Rostocks (Spitzen-) Sportler herbei: Die Pläne für den Bau einer neuen Sportarena zwischen der Stadthalle und der Bahntrasse werden immer konkreter. Was bisher allerdings noch nicht bekannt war: Der mögliche Investor, die OstseeSparkasse, will es bei einer Halle allein nicht belassen. Das gesamte Areal südlich des Bahnhofs soll umgestaltet werden – Stand jetzt zu einem Kongresszentrum. Zusätzlich zur neuen Halle mit 3000 Zuschauerplätzen sollen ein Hochhaus für Büros oder ein Hotel sowie ein Parkhaus mit 1000 Stellflächen entstehen.

11

Stockwerke

soll der geplante

„City Tower“ an der

Sport-Arena haben. Die Ospa plant in dem

Hochhaus ein Hotel und Büros. In der neuen

Sporthalle soll Platz

für 3000 Zuschauer

sein.

Ospa: Drei Objekte geplant

Gegenüber der OZ bestätigt Ospa-Sprecherin Katrin Stüdemann entsprechende Planungen: „Es gibt mittlerweile Pläne zur Errichtung einer Sportarena, eines Parkhauses und eines Hochhauses. Für Rostock halten wir die Entwicklung dieses Gebietes für eine hervorragende Entwicklungschance in vielerlei Hinsicht.“ Zu den Details will sich die größte Bank der Region allerdings noch nicht äußern:

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Die Ospa sei in die Gespräche eingebunden, aber die Flächen gehören bislang der Stadt. „Um die weiteren Planungen zu beschleunigen und bestmöglich miteinander zu verzahnen, ist aus unserer Sicht ein Investor für alle drei Objekte sehr förderlich. Wir würden für den Kauf des gesamten Grundstücks zur Verfügung stehen und haben entsprechendes Interesse bekundet.“

So könnte der Deal laufen

Nach OZ-Informationen soll die Sparkasse das Areal komplett kaufen. Dieses Geld fließt sofort in die Stadtkasse. Eine Summe wurde bisher nicht genannt. Aber: Auch die Planungs- und Architektenkosten trägt die Bank. Direkt an der Bahnlinie soll das Parkhaus entstehen. „Davon würde auch die Stadthalle profitieren. Deren Besucher könnten es mit nutzen“, sagt dazu Frank Giesen (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses der Bürgerschaft. Direkt daneben – zur Stadthalle hin – werden die neue Sportarena und ein Hochhaus gebaut. Das Gebäude, das den Projektnamen „City Tower“

trägt, soll Büros enthalten und nach jetzigem Stand etwa elf Stockwerke hoch werden. Nach OZ-Informationen könnte sich die Ostseesparkasse aber auch vorstellen, das Hochhaus als Hotel zu nutzen.

Daran soll die Stadthalle Interesse haben. „Das Areal könnte dann mit zwei Hallen und einem Hotel Rostocks neues Sport- und Kongresszentrum werden“, so Giesen.

Neubauten zum Nulltarif

Die Stadt soll dafür keinen Cent bezahlen müssen. Und auch Rostocks Spitzensportler kommen günstig dabei weg: Die Drittliga-Handballer des HC Empor, die Basketballer der Seawolves und auch die Profi-Volleyballer des SV Warnemünde sollen die Halle quasi kostenfrei nutzen dürfen, müssen nur die Betriebskosten tragen. Denkbar, so heißt es aus Verhandlungskreisen, sei auch, dass die Stadthallengesellschaft den Betrieb der neuen Arena übernimmt. Für die Ospa ist der Deal nicht nur aufgrund der möglichen Einnahmen, sondern auch aus einem anderen Grund interessant: Die neuen Immobilien sollen als Sicherheit für Kreditgeschäfte dienen. Das Geld für den Bau – die Rede ist von bis zu 100 Millionen Euro – müsste die Sparkasse stattdessen bei der Europäischen Zentralbank hinterlegen und dort „Strafzinsen“ auf die Summe zahlen.

Alle Vereine profitieren

Zu den Details schweigen alle Seiten offiziell. Doch sowohl die Stadt als auch die Ospa betonen die Bedeutung des Projektes für den Sport in der Hansestadt: „Für uns ist wesentlich, dass mit der neuen Sporthalle die Trainings- und Spieltagsbedingungen des SV Warnemünde, des HC Empor sowie des EBC Rostock deutlich verbessert werden. Als möglicher Investor würden wir dafür Sorge tragen, dass die finanziellen Rahmenbedingungen für die Vereine tragbar sind“, sagt Ospa-Sprecherin Stüdemann. Das wiederum habe „positive Effekte“ auch für den Breitensport: Denn wenn die Profis in die neue Halle ziehen, werden Trainingszeiten in den anderen Sportstätten für andere Clubs frei. „Der Rostocker Sport im Allgemeinen profitiert von solch einem Projekt, da in jedem Fall Breiten- und Spitzensport bessere Bedingungen erhalten“, sagt auch Matthias Horn, Referent des Oberbürgermeisters für Stadtentwicklung.

Nur der erste Schritt

Für die Stadt ist der Bau von Arena, Hochhaus und Parkhaus nur der erste Schritt: „Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und des östlichen Parkplatzes sind die nächsten Bausteine“, so Horn.

Bauausschuss-Chef Giesen formuliert es so: „Das ganze Areal rund um den südlichen Bahnhofsvorplatz muss von der Stadt mal in Augenschein genommen werden. Dort müssen wir dringend etwas tun.“ Nicht nur der Vorplatz selbst, sondern auch der Zentrale Busbahnhof und der Parkplatz der Stadt sollen umgestaltet, möglicherweise auch verlegt werden. „Der Parkplatz macht an dieser Stelle jedenfalls wenig Sinn“, so Giesen. Er begrüßt die gemeinsamen Planungen von Stadt und Ospa für ein neues Sport- und Kongresszentrum: „Wir bekommen das alles quasi geschenkt. Also, was sollten wir dagegen haben?“ Das sehe der Bauausschuss genauso – zumal Rostock sowohl mehr Büro- als auch mehr Hotelräume bräuchte. Baustart an der Bahnlinie könnte übrigens schon 2018 sein.

Andreas Meyer

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