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Rostock Millionen-Projekt: Arosa hofft auf Zuschlag für Ryder Cup
Mecklenburg Rostock Millionen-Projekt: Arosa hofft auf Zuschlag für Ryder Cup
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06:25 27.08.2015
Blick aus der Vogelperspektive: das Arosa-Resort Scharmützelsee in Brandenburg. Quelle: Arosa Resort und Hotel Gmbh
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Rostock

Die Spannung bei der Rostocker Arosa Resort und Hotel GmbH steigt: Im Herbst wird verkündet, ob Deutschland den Zuschlag für das bekannteste Golfturnier der Welt, den Ryder Cup, erhält. Wenn – wäre der Austragungsort 2022 eines ihrer Resorts: das am brandenburgischen Scharmützelsee.

Das liegt knapp 300 Kilometer von der Ostsee entfernt, in Bad Saarow, aber Rüdiger Born, Präsident des Golfverbandes MV, ist sicher: Auch Mecklenburg-Vorpommern würde von dem Ereignis enorm profitieren. „Der Ryder Cup ist von der Bedeutung her vergleichbar mit einer Fußball-WM.“ Spitzensportler aus Amerika und Europa reisen an, Zuschauer aus der ganzen Welt. Das sei ein Millionengeschäft für ganz Deutschland.

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Das bestätigt Roland Neubauer von der Ryder Cup Deutschland GmbH: „Viele Teilnehmer und Gäste verbringen vor und nach dem Turnier ihren Urlaub im Gastgeberland.“ In Wales seien im Jahr 2010 rund 130 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Schon ein Jahr zuvor reisten 21 Prozent mehr Golftouristen an – die Einnahmen in der Branche wuchsen auf mehr als 50 Millionen Euro.

Vermutlich im September oder Oktober fällt die Entscheidung, auf welchem Grün 2022 die besten Golfer Europas und der USA gegeneinander spielen. Einen genauen Verkündungstermin gibt es noch nicht. Sollte Bad Saarow gewinnen, wäre Deutschland zum ersten Mal Gastgeber des seit 1927 stattfindenden Sportereignisses. Und das Arosa Resort müsste eine Millionen-Investition auslösen: Bis zu 55 000 Besucher werden an einem Tag erwartet. Um genügend Platz für Zuschauer, Tribünen und Versorgungseinrichtungen zu gewinnen, müsste einer der beiden Golfplätze – der Faldo Course – umgebaut werden.



Kerstin Schröder