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Rostock Mit Comics das Unmögliche möglich machen
Mecklenburg Rostock Mit Comics das Unmögliche möglich machen
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00:21 05.02.2015
Hannes Falke (30) zeichnet in seiner Freizeit Cartoons. Zum zweiten Mal nimmt er an „Rostock kreativ“ in der Kunsthalle teil. se Quelle: Fotos: Annemarie Gel
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Reutershagen

Routiniert und mit flinker Hand zeichnet Hannes Falke eine seiner Figuren auf das weiße Blatt. Mit wenigen Strichen entsteht in kürzester Zeit eine Kunstfigur. Wann genau seine Leidenschaft für das Zeichnen begann, kann der Student nicht sagen. „Angefangen hat alles mit Trickfilmen. In der Kita, in der Grundschule und in meiner Freizeit habe ich viel gemalt“, erinnert sich Falke. In diesem Jahr nimmt er zum zweiten Mal an der Ausstellung „Rostock kreativ“ teil.

Comics und Zeichentrickfilme inspirierten ihn für eigene Entwürfe. „Die Micky-Maus-Hefte waren sozusagen meine Einstiegsdroge. Ich habe verschiedene Motive abgezeichnet und anfangs den Stil kopiert“, erzählt Falke. In seiner Jugend interessierte sich der Lehramtsstudent vor allem für Asterix- und Superheldencomics. Mit der Zeit entwickelte sich eine Leidenschaft für die bunten Motive und Geschichten. Heute haben es ihm besonders Graphic Novels — illustrierte, abgeschlossene Geschichten für Erwachsene — angetan. „Mein eigener Stil hat sich gewandelt, blieb aber immer cartoonig und schließlich hat sich mein eigener Stil herauskristallisiert.“

In der Ausstellung „Rostock kreativ“ wird zum zweiten Mal eines seiner Werke zu sehen sein. „Es ist für mich ein besonderes Gefühl, wenn ich meine Zeichnung neben vielen anderen ausgestellt sehe“, sagt der Rostocker. Momentan bereitet der Vater von zwei Söhnen seinen Beitrag vor. Zu viel möchte er aber noch nicht verraten. Es sei eine etwas aufwendigere Arbeit, die sich aus mehreren Einzelteilen zusammensetzt. „Es sind bereits ein paar Skizzen fertig und ich kann so viel sagen, dass es sich für manchen Besucher lohnen kann, in die Ausstellung zu gehen“, sagt Falke. Ein Blatt Papier und ein Stift seien ständige Begleiter in seiner Tasche, um Ideen, Gedanken und Einfälle vor Ort festzuhalten.

Mit dem Zeichnen könne Hannes Falke Grenzen überwinden. „Ich wollte mal Gitarre und Schlagzeug spielen, habe aber gemerkt, dass es nicht geklappt hat. Durch das Zeichnen kann ich mich beim Gitarrenspielen oder auch als Astronauten zeichnen. Ich kann das zeichnen, was nicht möglich ist, und Welten entspinnen.“ Die Illustrationen seien auch ein Ventil für ihn. „Es ist sozusagen eine Art Therapie. Frust, Ärger oder Stress kann ich in ein Bild verpacken und darüber kompensieren und aus der Welt schaffen“, sagt der 30-Jährige. In der monatelangen Prüfungszeit für das Staatsexamen sei der „Prüfungsrelefant“ entstanden.

Hannes Falke möchte mit seinen Figuren und Zeichnungen einen „kleinen Fußabdruck“ hinterlassen, wie er es formuliert. So ist das „Grüne Ungeheuer“ auf Stoffbeuteln zu sehen und Möwe „Mathes“ wurde das Maskottchen für die Stadtbibliothek. „Wenn ich durch die Stadt laufe und meine Entwürfe sehe, dann freue ich mich natürlich sehr“, sagt der angehende Biologie- und Deutschlehrer.

Auch auf seinem Blog sind einige Werke des Hobbykünstlers zu finden. „Teilweise zeichne ich tagesaktuell oder das, was mich gerade beschäftigt“, sagt Falke. Derzeit sei ein Webcomic in Planung.

Für die Zukunft hat Hannes Falke einen bestimmten Wunsch. „Ich würde sehr gerne ein Kinderbuch illustrieren.“

• Online:

http://hannesfalke.blogspot.de/

Rostock kreativ“ vom 5. bis 15. März in der Kunsthalle
Rostock kreativ“, die größte Ausstellung von Hobbykünstlern im Land, findet vom 5. bis 15. März in der Kunsthalle statt. Es ist eine Aktion von OSTSEE-ZEITUNG und Kunsthalle. Jeder Hobbykünstler kann Werke einreichen. Sie werden ab dem 19. Februar in der Kunsthalle angenommen. Bilder sollten die Maße 50 mal 70 Zentimeter einhalten, die ersten 50 Gemälde dürfen einen Quadratmeter groß sein. Plastiken sollten nicht mehr als 50 Kilogramm wiegen. Im Vorjahr stellten 589 Künstler aus, 12000 Besucher kamen.



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